Obama zollt McCain seinen Respekt: „Wir stehen alle in seiner Schuld“

Washington (APA/dpa) - Der frühere US-Präsident Barack Obama hat dem verstorbenen US-Republikaner John McCain seinen Respekt gezollt. „Wenig...

Washington (APA/dpa) - Der frühere US-Präsident Barack Obama hat dem verstorbenen US-Republikaner John McCain seinen Respekt gezollt. „Wenige von uns wurden so herausgefordert, wie John es einst wurde, oder mussten den Mut zeigen, den er gezeigt hat“, hieß es am Samstagabend (Ortszeit) in einer Erklärung Obamas. „Aber wir alle können den Mut haben, das Wohl der Allgemeinheit über unser eigenes zu stellen.“ McCain habe in seinen besten Zeiten gezeigt, wie das gehe. „Und dafür stehen wir alle in seiner Schuld“, fügte Obama hinzu.

McCain, der an einem äußerst aggressiven Hirntumor litt, war am Samstag gestorben. Er wurde 81 Jahre alt. Obama und McCain traten im Präsidentschaftswahlkampf 2008 gegeneinander an. Der Demokrat gewann die Wahl.

„John McCain und ich waren Mitglieder verschiedener Generationen, kamen aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen und konkurrierten auf höchster politischer Ebene“, hieß es in Obamas Erklärung. „Aber wir teilten bei all unseren Unterschieden die Treue zu etwas Höherem - die Ideale, für die Generationen von Amerikanern und Immigranten gleichermaßen gekämpft haben, marschiert sind und sich aufgeopfert haben.“

Ex-US-Präsident George W. Bush würdigte McCain in einer Mitteilung am Samstag auf Twitter so: „Manche Menschenleben sind so strahlend, dass es schwerfällt sich vorzustellen, sie könnten enden. Einige Stimmen sind so kräftig, dass man nur schwer glauben kann, sie könnten verstummen. John McCain war ein Mann von tiefer Überzeugung und ein Patriot höchsten Ranges.“


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