Urteil gegen Reuters-Journalisten in Myanmar erwartet

Yangon (Rangun) (APA/Reuters) - In Myanmar droht heute (Montag) zwei Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters eine Verurteilung zu langen...

Yangon (Rangun) (APA/Reuters) - In Myanmar droht heute (Montag) zwei Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters eine Verurteilung zu langen Haftstrafen wegen des Vorwurfs der „illegalen Informationsbeschaffung“. Die Reporter Wa Lone und Kyaw Soe Oo waren im Dezember verhaftet worden, als sie für einem Artikel über die Ermordung von zehn Männern und Jugendlichen recherchierten, die der muslimischen Minderheit der Rohingya angehörten. Weltweit hatten sich Prominente und Politiker für die Freilassung der beiden Journalisten eingesetzt.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern vor, gegen ein Gesetz zu Staatsgeheimnissen aus der Kolonialzeit verstoßen zu haben. Darauf stehen bis zu 14 Jahre Haft. Die Journalisten bestreiten die Vorwürfe.

Ein Polizist hatte im April ausgesagt, er habe die Journalisten bei ihren Recherchen in eine Falle gelockt. Ein Polizeichef habe angeordnet, eine Verabredung mit dem Reporter zur Übergabe geheimer Dokumente zu arrangieren. Zudem habe es den Befehl gegeben, Wa Lone unmittelbar nach dem Treffen in einem Restaurant festzunehmen. Bei einem Scheitern des Plans sei den Beamten selbst mit Gefängnis gedroht worden.

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