Bub (10) geriet in Söll in Weidezaun: Ermittlungen eingestellt

Laut gerichtsmedizinischem Gutachten hat nicht der Strom die Verletzung verursacht. Der Bub dürfte sich derart im Zaun verfangen haben, dass er vom Band stranguliert wurde.

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Der Bub hielt mit seinem Rad am Fahrbahnrand an und wollte etwas vom Boden aufheben. Dabei geschah das Unglück.
© ZOOM.Tirol

Söll – Im Fall eines Zehnjährigen, der Ende Mai in Söll in Tirol in einen Weidezaun geraten und anschließend reanimiert worden war, sind die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wegen möglichen Fremdverschuldens eingestellt worden. Dies berichtete der ORF Tirol am Montag. Der Weidezaun, beziehungsweise das Gerät, das den Zaun mit Strom versorgt, hätte ordnungsgemäß funktioniert.

Auch das gerichtsmedizinische Gutachten kam zum Ergebnis, dass nicht der Strom die Verletzung verursacht habe, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Der Bub dürfte sich bei dem Sturz in den Zaun derart im Zaunband verfangen haben, dass er vom Band stranguliert wurde. Ein Passant musste das Band mit einem Messer durchschneiden, um den Zehnjährigen zu befreien.

Der Bub war in Begleitung mehrerer Schulkollegen, die sofort Hilfe holten. Er wurde von einem Notarztteam an Ort und Stelle reanimiert werden und wurde anschließend in die Innsbrucker Klinik geflogen. Auf der Intensivstation konnte er schließlich stabilisiert werden. Nach einem längeren Aufenthalt im Spital wurde der Zehnjährige laut ORF Tirol in eine Reha-Einrichtung überstellt. (APA)

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