Beamte - GÖD ersucht um Aufnahme der Gehaltsverhandlungen

Wien (APA) - Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) hat am Dienstag in einem Brief an die Regierung um die Aufnahme der Gehaltsverhandlu...

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Wien (APA) - Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) hat am Dienstag in einem Brief an die Regierung um die Aufnahme der Gehaltsverhandlungen für 2019 ersucht. Erstmals wird für die Regierung der für die Beamten zuständige Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) die Verhandlungen führen.

Eine konkrete, in Zahlen gegossene Forderung stellt die GÖD in ihrem an Strache gerichteten Brief, der in Kopie auch an Bundeskanzler Sebastian Kurz und Finanzminister Hartwig Löger (beide ÖVP) geht, wie üblich noch nicht. Gefordert wird vorerst „eine nachhaltige Erhöhung“ der Gehälter, „damit eine dauerhafte Kaufkraftsteigerung für alle öffentlich Bediensteten sichergestellt wird“.

Die Gewerkschaft verweist aber schon auf die Leistungen der Beamten, die sie abgegolten haben wollen. „Neben den außer Streit zu stellenden Erkenntnissen der Wirtschaftsforschungsinstitute bezüglich Inflationsrate und Wirtschaftswachstum sollen auch die besonderen Belastungen und der große Einsatz aller öffentlich Bediensteten Basis für die Verhandlungen sein“, schreibt GÖD-Vorsitzender Norbert Schnedl in dem der APA vorliegenden Brief.

Als Beispiele führt er die Abwicklung der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft sowie die Auswirkungen der Flüchtlings- und Migrationsbewegung an. Diese zusätzlichen Belastungen für die öffentlich Bediensteten in allen Bereichen könnten „nur durch großes Engagement“ bewältigt werden.

Schnedl verweist auch darauf, dass Österreich ein attraktiver Wirtschaftsstandort sei mit hoher Lebensqualität, Rechtsstaatlichkeit, einem hohen Sicherheitsniveau, einem hervorragenden Schulsystem und einer sehr guten Gesundheitsversorgung. „Die öffentlich Bediensteten sorgen trotz der mittlerweile in vielen Bereichen prekären Personalsituation durch großen Einsatz und qualitativ hochwertige Leistungen dafür, dass diese Entwicklung möglich war und ist“, heißt es in dem Schreiben.

Für heuer haben die Beamten bei einer Inflation von 1,87 eine Gehaltserhöhung um 2,33 Prozent erhalten.


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