27-Jähriger kurvte mit Auto am Innufer bei Mils herum: Großeinsatz

Mehrere Zeugen glaubten, das Auto könnte in den Inn stürzen und alarmierten die Einsatzkräfte. Es folgte ein großangelegter Einsatz der Blaulichtorganisationen.

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Ein Großaufgebot der Rettungskräfte suchte nach dem Auto im Inn.
© zeitungsfoto.at

Volders – Mit Gipsfuß wurde einem 27-jährigen Einheimischen am Dienstag offenbar langweilig: Anders lässt sich die Aktion, die sich der Mann in den Mittagsstunden leistete, nicht erklären.

Gegen 12.10 Uhr gingen bei der Leitstelle mehrere Meldungen ein, wonach ein Fahrzeug bei der Volderer Brücke nahe Mils im Inn gesehen worden war. Sofort rückten Dutzende Blaulichtorganisationen aus: Mehrere Feuerwehren, die Wasserrettung, Notarztteams, Rettung, mehrere Polizeistreifen und zwei Hubschrauberteams fuhren umgehend in Richtung Einsatzort – nichtsahnend, dass es sich bei dem vermeintlichen Unfallfahrzeug nur um einen Einheimischen handelte, der mit seinem Audi im Uferbereich herumgekurvt war.

Die Spuren der "Testfahrt" am Innufer bei Mils.
© zeitungsfoto.at

Beim Eintreffen der Retter war von einem Auto im Inn weit und breit nichts zu sehen. Die Polizei konnte den Übeltäter dann aber rasch ausforschen, wie Polizeisprecher Stefan Eder schildert: „Bei einem Parkplatz in der Nähe fiel den Kollegen ein Auto auf, das auf die Beschreibung passte.“ Tatsächlich handelte es sich um den gesuchten Lenker. Und die Beamten staunten nicht schlecht: Der Tiroler saß mit eingegipstem Fuß hinterm Steuer, im Wagen lagen Krücken. Der 27-Jährige gab als Begründung an, dass er sein Auto austesten habe wollen. Er wird nach Abschluss der Ermittlungen wegen diverser Verwaltungsübertretungen angezeigt.

Finanziell dürfte die undurchdachte Aktion jedenfalls ein Nachspiel haben: „Wir werden versuchen, eine Entschädigung für den rund einstündigen Großeinsatz zu bekommen“, kündigte Konrad Kirchebner von der Tiroler Wasserrettung bereits an. (rena)

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