Simeon II. entrüstet über Verlust von Königsbesitz in Bulgarien

Sofia (APA/dpa) - Bulgariens Ex-König Simeon II. (81) hat verbittert auf den Verlust von Königsbesitztümern an den Staat reagiert. Laut bulg...

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Sofia (APA/dpa) - Bulgariens Ex-König Simeon II. (81) hat verbittert auf den Verlust von Königsbesitztümern an den Staat reagiert. Laut bulgarischen Medien sprach Simeon von Sachsen-Coburg und Gotha am Dienstag von „sehr unangenehmen und für mich erniedrigenden Verfolgungen“.

Damit reagierte er auf mehrere Gerichtsentscheidungen, wonach die von seiner Familie genutzten Schlösser, Herrschaftshäuser und Ländereien in dem Balkanland nicht der Familie, sondern dem Staat gehören. Das Stadtgericht in Sofia etwa entschied vergangene Woche in diesem Sinne über das markante Schloss Wrana.

Der Ex-König, der mit vollem Namen Simeon Borissow Sakskoburggotski heißt und von 2001 bis 2005 Bulgariens Ministerpräsident war, sagte nun, er sehe am Ende seines Lebens, wie man ihn mit „irgendwelchen ausgedachten und falschen Ansprüchen“ quäle. Es würde sehr hässlich sein, ihn „zu einem zweiten Exil zu zwingen“, beklagte er in Anspielung auf die Flucht der Königsfamilie nach einem 1946 von Kommunisten organisierten Referendum zugunsten der Republik. Damals war Simeon II. neun Jahre alt.

Nach der politischen Wende von 1989 war er aus dem spanischen Exil nach Bulgarien zurückgekehrt. Den von den Kommunisten enteigneten Besitz hatten Simeon II. und seine Schwester Maria-Luisa nach einem Beschluss des Verfassungsgerichts in Sofia von 1998 zurückerhalten.

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Das Herz von Simeons Vater, Boris III., ist im südbulgarischen Rila-Kloster begraben. Dort gab es am Dienstag, dem 75. Todestag von Boris III., einen Trauergottesdienst im Beisein von Simeon II. und seiner spanischen Gattin, Margarita Gomez-Acebo y Cejuela.


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