Tödlicher Angriff in Imst: „Waren mehrere Stiche ins Herz“

Neue Details nach tödlichem Angriff mit Messer in Imst. Ermittlungen nicht abgeschlossen.

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Imst, Innsbruck –Auch heute noch macht jene Tat, die sich in den frühen Morgenstunden des 13. Mai dieses Jahres auf einem Parkplatz in Imst ereignete, fassungslos. Ein 19-jähriger Imster mit türkischen Wurzeln hatte einen jungen Vorarlberger mit einem Messer angegriffen und auf ihn eingestochen. Das 17 Jahre alte Opfer starb noch vor Ort. Wie die Vorarlberger Nachrichten gestern berichteten, konnte Opferanwalt Stefan Denifl nun erstmals den noch nicht abgeschlossenen Ermittlungsakt einsehen.

Immer noch schweigt der Hauptverdächtige – für ihn gilt die Unschuldsvermutung. Wie der Anwalt dem Akt laut VN jedoch entnehmen konnte, werde der 19-Jährige von einem Mitglied aus seiner Gruppe schwer belastet. Demnach habe der Imster vor seinen Bekannten verkündet, dass er den jungen Lustenauer abgestochen habe. „Es waren mehrere Stiche ins Herz“, wird Denifl im Zeitungsbericht zitiert. Auch gibt es neue Details zum Tat­hergang. Zwei Gruppen – der einen gehörte der mutmaßliche Täter, der anderen das spätere Opfer an – hätten abgemacht, ihre Differenzen mit einem Faustkampf auszutragen. Der 17-Jährige habe die Schlägerei gewonnen, wonach er von einem Mitglied der anderen Gruppe von hinten gegen den Kopf getreten worden sein soll. Dann, als die Auseinandersetzung bereits abgeschlossen schien, soll der 19-Jährige mit einem Klappmesser auf den benommenen und taumelnden Vorarlberger losgegangen sein und ihn niedergestochen haben.

„Ich rechne damit, dass es noch vor Jahresende eine Anklageschrift gibt und der Prozess im kommenden Jahr stattfinden wird“, sagte Anwalt Denifl den VN.

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck wollte den Fall gestern nicht kommentieren. „Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen“, sagte Hansjörg Mayr, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf Nachfrage der Tiroler Tageszeitung. (TT, bfk)


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