Bevölkerung macht Druck wegen Schwimmbad

Einige Westendorfer wollen nicht mehr warten. Sie sammeln Unterschriften und wollen die Bürgermeisterin unter Druck setzen.

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Von Harald Angerer

Westendorf –„Wir wollen, dass die Bürgermeisterin ihr Wahlversprechen umsetzt“, sagen mehrere Westendorferinnen und Westendorfer. Ihnen geht es um das Schwimmbad und dessen aktuellen Standort. Geht es nach ihnen, soll es genau dort erhalten bleiben. Deshalb haben sie eine Unterschriftenliste aufgelegt. Sie wollen anonym bleiben, „denn Initiatoren sind alle, die unterschreiben. Es geht nicht um einzelne Personen“, sagt ein Mitglied der Gruppe.

Seit einigen Jahren herrscht Unklarheit über die Zukunft des Westendorfer Schwimmbades. Es ist in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. Vor zwei Jahren wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit dem Projekt Freizeitanlage Neu beschäftigt. Informationen aus dieser Arbeitsgruppe gibt es nicht, denn es wurde Stillschweigen vereinbart. So viel ist aber fix: Man hat sich auch nach Jahren der Ideenfindung noch nicht einmal auf einen Standort geeinigt.

Erst bei der Gemeinderatssitzung im Juni wurde hitzig darüber diskutiert, ob man sich auf einen Standort festlegen solle. Im Gespräch ist neben dem bestehenden Platz auch die Fläche beim so genannten Innsbrucker Heim, einer Fläche, die der Landeshauptstadt gehört und eventuell angekauft werden könnte. Die Gespräche mit Innsbruck laufen.

Dass aber viele Westendorfer den bestehenden Standort bevorzugen, zeigte bereits eine Befragung vor einigen Jahren, in der sich die Westendorfer klar für den Erhalt des Bades am aktuellen Platz ausgesprochen haben. Diese Meinung scheint sich nicht geändert zu haben, denn laut den Initiatoren der Unterschriftenliste hätten inzwischen schon über 1000 Personen unterschrieben. „Das sind Einheimische und Gäste und wir haben auch bewusst die Kinder und Jugendlichen unterschreiben lassen, denn sie sind schließlich die Zukunft des Dorfes“, heißt es von Seiten der Initiatoren. Noch bis zum 9. September liegt die Liste beim Schwimmbad und in verschiedenen Geschäften in Westendorf auf. Dann wolle man die Unterschriften der Bürgermeisterin vorlegen.

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„Wir arbeiten fleißig an einer Lösung“, sagt dazu Bürgermeisterin Annemarie Plieseis, und weiter: „Es gab heuer den ganzen Sommer das Schwimmbad und wir haben wieder einiges ausbessern müssen.“ Es handle sich aber beim Freizeitzentrum Neu um ein Großprojekt, bei dem es eine überlegte Vorgangsweise braucht. Man wolle auch nicht mit einem halbfertigen Projekt an die Öffentlichkeit treten. „Wir wollen in Ruhe arbeiten“, sagt Plieseis.

Dass sich nun schon zum zweiten Mal viele Westendorfer zum Erhalt des Standortes ausgesprochen haben, kann sie verstehen. „Es gibt bei der bestehenden Anlage aber zwei Probleme zu lösen, den Verkehr und den finanziellen Abgang“, erklärt Plieseis. Würden alle mit dem Fahrrad ins Schwimmbad fahren, wäre die Standortfrage schon geklärt, versichert die Bürgermeisterin.


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