Monika Lami: 1940–2018

Zams – Elefanten haben sprichwörtlich eine dicke Haut, und so eine zu haben, ist auch für Galeristen bzw. Galeristinnen nicht schlecht. Für ...

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Galeristin Monika Lami ist tot.
© Thomas Böhm

Zams –Elefanten haben sprichwörtlich eine dicke Haut, und so eine zu haben, ist auch für Galeristen bzw. Galeristinnen nicht schlecht. Für Monika Lami war der Elefant allerdings ein Glücksbringer, den zu sammeln sie lebenslang nicht müde wurde. Des Galeristendaseins müde ist die Zammerin, die nun im Alter von 78 Jahren gestorben ist, aber schon lange geworden. Um 1999 mit einer großen Personale des Landecker Malers und Grafikers Norbert Pümpel ihre Landecker Galerie Elefant zu schließen. Nach rund 400 Ausstellungen, die teilweise in ihren zeitweisen Dependancen in der Haller Burg Hasegg bzw. Wien zu sehen waren.

Das Ende der „Elefant“ bedeutete nicht nur für die Oberländer Kunstszene einen großen Verlust, war Monika Lami doch eine unermüdlich Neugierige, eine Galeristin aus Leidenschaft mit untrüglichem Gespür für künstlerische Qualitäten. War es doch sie, die etwa der blutjungen und noch komplett unbekannten Chryseldis ihre erste Personale ausgerichtet hat.

Zams verliere mit Lami „eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die das Kulturbewusstsein in der Bevölkerung nachhaltig gestärkt hat“, so Vize-BM Josef Reheis. Ihre Galerie in Landeck gegründet hat Monika Lami 1972, um sich rasch zu einem lebendigen Zentrum der damals noch dürren Tiroler Ausstellungsszene zu entwickeln. Zu einem lebendigen Ort, in dem renommierte Künstler wie August Stimpfl genauso ihren Platz fanden wie ganz junge Positionen.

Nach ihrem Rückzug begegnete man Lami noch bisweilen als Kuratorin, vor drei Jahren etwa der Schau der in Brasilien lebenden Tiroler Malerin Maria Tomaselli in der Stadtgalerie Imst. (schlo)


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