Leitbörsen in Fernost schließen schwächer - Handelsstreit belastet

Tokio (APA) - Die Börsen in Fernost haben am Freitag schwächer geschlossen. Belastet wurden Asiens Börsen von einer weiteren Eskalationsstuf...

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Tokio (APA) - Die Börsen in Fernost haben am Freitag schwächer geschlossen. Belastet wurden Asiens Börsen von einer weiteren Eskalationsstufe im Handelsstreit zwischen den USA und China. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 0,98 Prozent auf 27.888,55 Einheiten. Der Shanghai Composite verlor 0,46 Prozent auf 2.725,25 Punkte.

US-Präsident Donald Trump zeigt sich einem Medienbericht zufolge entschlossen zur Umsetzung seiner Zollpläne. Trump habe Beratern gesagt, er werde die bereits vorgesehenen Abgaben auf weitere chinesische Importe im Volumen von 200 Mrd. Dollar kommende Woche in Kraft setzen lassen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf namentlich nicht genannte Personen.

Unter den in Hongkong gelisteten Einzelwerten verloren die Aktien des Technologiekonzerns Tencent 4,87 Prozent. Die Regulierungsbehörden des Landes planen, die Zahl neuer Online-Spiele und auch die gesamte Anzahl der Spiele zu begrenzen. Tencent verkauft unter anderem Minispiele sowie Spielgegenstände und verdient Geld mit Werbung sowie Zahlungen über das Handy.

Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor 0,02 Prozent auf 22.865,15 Punkte. Schlechte Nachrichten kamen hier in Form von neuen Konjunkturdaten. Japans Industrie hat den dritten Monat in Folge ihre Produktion gedrosselt. Die Firmen stellten im Juli 0,1 Prozent weniger her als im Vormonat, wie aus Daten der Regierung vom Freitag hervorgeht. Analysten hatten dagegen ein Plus von 0,2 Prozent erwartet nach einem Rückgang von 1,8 Prozent im Juni.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit Verlusten. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 38.613,80 Zählern mit minus 0,20 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 0,51 Prozent auf 6.427,80 Einheiten.


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