Klettern: Die WM-Disziplinen kurz erklärt

Innsbruck (APA) - Die Disziplinen der Kletter-WM in Innsbruck:...

Innsbruck (APA) - Die Disziplinen der Kletter-WM in Innsbruck:

Lead (Vorstieg): Die Königsdisziplin prägt seit über 30 Jahren den Wettkampfsport und erfordert vor allem Kraftausdauervermögen. Mit Seilsicherung versuchen die Athleten an einer bis zu 25 Meter hohen, teils weit überhängenden Wand eine gesetzte Route innerhalb eines festgesetzten Zeitlimits zu bezwingen. Gewinner ist derjenige, der es am weitesten nach oben schafft.

Bouldern: In Absprunghöhe und ohne Seilsicherung gilt es, möglichst viele knifflige Passagen durchzuklettern. In der seit 2001 im WM-Programm stehenden Disziplin sind vor allem Maximalkraft, Koordination und Beweglichkeit gefragt. Wer innerhalb eines Zeitlimits die meisten „Probleme“ in möglichst wenigen Versuchen bewältigt, ist der Sieger.

Speed: An einer 15-Meter-Wand mit standardisierter Griffabfolge werden in Eins-gegen-eins-Duellen in mehreren K.o.-Runden die schnellsten Athleten ermittelt. Die besten Herren erklimmen die Wand in rund sechs Sekunden, bei den Damen sind es in etwa acht.

Kombination: Das für die Olympia-Premiere 2020 in Tokio erdachte Format vereint die drei oben genannten Disziplinen. Zur Ergebnisermittlung werden die Platzierungen der drei Einzeldisziplinen Speed, Bouldern und Lead multipliziert, derjenige mit den wenigsten Punkten gewinnt.