Europas Leitbörsen zu Mittag weiter uneinheitlich
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Montag im Mittagshandel weiterhin keine einheitliche Linie gefunden. Der Euro...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben am Montag im Mittagshandel weiterhin keine einheitliche Linie gefunden. Der Euro-Stoxx-50 fiel gegen 12.15 Uhr um minimale 3,10 Einheiten oder 0,09 Prozent auf 3.389,80 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte mit 12.337,19 Punkten und minus 26,87 Einheiten oder 0,22 Prozent.
Der FTSE-100 der Börse London gewann dagegen klare 66,63 Zähler oder 0,90 Prozent und steht nun bei 7.499,05 Stellen.
Aufgrund des heutigen Feiertags „Labor Day“ verlief der Handel in ruhigen Bahnen. Dennoch bleiben die internationalen Handelskonflikte ein Unsicherheitsfaktor. Zum einen sind die Verhandlungen zwischen den USA und Kanada rund um ein neues Freihandelsabkommen am Freitag vorerst gescheitert.
Zum anderen könnte der Streit zwischen China und den USA in dieser Woche neuerlich eskalieren. US-Präsident Donald Trump könnte weitere Zölle auf chinesische Importe im Wert von 200 Mrd. US-Dollar verhängen.
Die Daten zu den Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone erhielten nur wenig Aufmerksamkeit, da es sich um endgültige Daten handelte. Im August hat die Industrie im Euroraum etwas an Tempo eingebüßt. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 0,5 auf 54,6 Punkte.
Indessen wächst die britische Industrie wegen des schrumpfenden Exportgeschäfts so langsam wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex fiel im August überraschend um 1,0 auf 52,8 Punkte. Das ist der schlechteste Wert seit Juli 2016.
Auf Unternehmensseite gab es kaum neue Nachrichten. Belastet wurde der Euro-Stoxx-50 unter anderem von schwachen Autowerten. Volkswagen verloren 2,03 Prozent und belegten damit den letzten Platz im Index. Die Branchenkollegen BMW (minus 1,28 Prozent) und Daimler (minus 1,47 Prozent) notierten ebenfalls im roten Bereich. Bereits am Freitag waren alle drei Autowerte unter den größten Verlierern zu finden gewesen.
BMW zog zusätzlich mit einem Medienbericht die Aufmerksamkeit auf sich. Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ soll der Autobauer 10 Mio. Euro Strafe wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen zahlen. Wie die Zeitung am Montag unter Berufung auf Angaben der Münchner Staatsanwaltschaft berichtete, geht es um 7.600 Dieselmodelle, bei denen eine Abschalteinrichtung eingebaut wurde.
Gesucht waren dagegen die Aktien des Versicherers AXA mit plus 0,87 Prozent. Unterstützung kam dabei von positiven Analystenstimmen. Die Experten der Deutschen Bank haben ihr Votum für die Aktien von „Hold“ auf „Buy“ angehoben. Auch das Kursziel wurde nach oben korrigiert.
Auch Werte aus dem Öl- und Gassektor waren auf den Kauflisten der Anleger zu finden. In London gewannen dementsprechend Royal Dutch Shell (B-Aktien) 1,55 Prozent und BP zogen um 1,26 Prozent an.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA232 2018-09-03/12:25
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