Mandelsbergerpark: Anrainer fordern Klarheit
Mit Plakaten fanden sich gestern mehrere Dutzend Anrainer im Mandelsbergerpark im Hof der Berufsschule Mandelsbergerstraße in Innsbruck ein.
Innsbruck –„Finger weg vom Park“, „Lasst die Bäume leben“: Mit Plakaten wie diesen fanden sich gestern mehrere Dutzend Anrainer im Mandelsbergerpark im Hof der Berufsschule Mandelsbergerstraße in Innsbruck ein. Wie berichtet, plant die Landesimmobilien Bau- und Sanierungs GmbH den Neubau eines Werkstättengebäudes – und die Anrainer befürchten, dass im Hof Grünflächen und Bäume entfernt werden, um Parkplätze zu errichten.
„Wir und die Nachbarn wollen von der Landespolitik Aufklärung, wie der aktuelle Planungsstand nun wirklich aussieht“, erklärt GR Mesut Onay von der Alternativen Liste Innsbruck (ALI), die gestern ebenfalls zur Versammlung eingeladen hatte. Aus dem Büro des für Hochbau zuständigen Landesrates Johannes Tratter (VP) hatte es zuletzt ja, wie berichtet, geheißen, dass derzeit keine Maßnahmen geplant seien, durch die die Grünflächen aufgrund neu entstehender Parkplätze verkleinert werden sollen. Im Gegenteil: „Derzeit ist sogar eine Erweiterung der Grünflächen angedacht“, die Bedeutung des Parks sei den Verantwortlichen bewusst. An der aktuell bestehenden Stellplatzzahl ändere sich nichts.
Man wolle nun wissen, was tatsächlich Sache ist, forderten die Anrainer gestern. Denn die vorliegenden schriftlichen Unterlagen – so auch der Baubescheid vom 12. Juli – „besagen alle, dass das Projekt so durchgezogen wird wie geplant, inklusive eines neuen Parkplatzes, und dass die Umweltaspekte keine Grundlage für Planungsänderungen darstellen“, wundert sich Anrainerin Petra Missomelius. Die Einsprüche der Anrainer gegen den Bebauungsplan wie auch den Baubescheid waren allesamt abgewiesen worden.
Nun wollen die Nachbarn LR Tratter – und auch LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) – zu einer Art Stadtteilkonferenz einladen. Tratter solle sich „verbürgen, dass der Park unbeschadet weiterbesteht“, fordern sie. Zumal die Umweltanwaltschaft zuletzt festgestellt habe, dass es in unmittelbarer Nähe des Baumbestandes schützenswerte Vogel- und Fledermausarten gebe. (md)
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