Laut FPÖ ermittelt Verfassungsschutz gegen oö. „Asyl-Musterlehrling“

Wien/Linz (APA) - Für Aufregung sorgt eine Aussendung der FPÖ OÖ, wonach der Verfassungsschutz gegen einen von der Abschiebung bedrohten, gu...

Wien/Linz (APA) - Für Aufregung sorgt eine Aussendung der FPÖ OÖ, wonach der Verfassungsschutz gegen einen von der Abschiebung bedrohten, gut integrierten afghanischen Lehrling eines Innviertler Supermarktes ermitteln würde. Bundespräsident Alexander Van der Bellen hatte sich in dem Geschäft mit diesem fotografieren lassen, um ein Signal an die Regierung zu senden, eine humane Lösung für dieses Problem zu finden.

Jenem von Bundespräsidenten und Integrationslandesrat Rudi Anschober (Grüne) Mitte August „präsentierten Asyl-Musterlehrling“ hält FPÖ-Landeschef und Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner „radikal islamische Umtriebe“ vor, weshalb er ein Fall für den Verfassungsschutz geworden sei.

Die „Kronen Zeitung“ hatte am Montag in ihrer Wien-Ausgabe berichtet, dass sich der Flüchtling auf seiner Facebook-Seite als Fan der Terrororganisation Hisbollah gezeigt haben soll. Auch sei er angeblich dem Iran-Regime nicht abgeneigt. Daher habe die FPÖ beim Verfassungsschutz eine Prüfung angeregt, heißt es weiters in dem Bericht.

Anschober kritisierte in einer Aussendung das Vorgehen der Freiheitlichen: Erst hätten sie laut Medienberichten „beim Verfassungsschutz eine Überprüfung eines Lehrlings angeregt“. Kurz darauf meine Haimbuchner, „gegen den Lehrling werde vom Verfassungsschutz ermittelt“. Außerdem sei zu den Vorwürfen bisher kein einziger Beleg vorgelegt worden. Geschehe dies nicht, „entsteht der Eindruck, dass es vorrangig um die Diffamierung der Arbeit von ‚Ausbildung statt Abschiebung‘ geht“, so der Landesrat weiters.

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