Hochstapler auf den Leim gegangen: Prozess um 28 Millionen Euro
Wien (APA) - Ein ungewöhnlicher Betrugsprozess findet am Mittwoch am Wiener Landesgericht statt. Ein mittelloser IT-Techniker schaffte es, m...
Wien (APA) - Ein ungewöhnlicher Betrugsprozess findet am Mittwoch am Wiener Landesgericht statt. Ein mittelloser IT-Techniker schaffte es, mit der Vorgabe, über Dubai lukrative Deals mit IT-Produkten abwickeln zu können, innerhalb weniger Monate zwei Geschäftsmännern Darlehen in Schwindel erregenden Höhen herauszulocken. Laut Anklage erbeutete der 28-Jährige zwischen März und Dezember 2016 23 Millionen Euro.
Damit finanzierte der verheiratete Vater eines minderjährigen Kindes sich und seiner außerehelichen Lebensgefährtin einen „ausschweifenden Lebensstil“, wie in der Anklage festgehalten wird. Um 3,6 Millionen erwarb er eine Liegenschaft in Baden bei Wien, erstand Rolex-Uhren um 113.000 Euro und einen nagelneuen Porsche und verteilte großzügige Geldgeschenke. Seine Geliebte unterstützte der Hochstapler mit 8.000 Euro monatlich. Als gegen ihn strafrechtlich ermittelt wurde, tauchte er im Jänner 2018 unter falschem Namen in einem Luxus-Chalet in den steirischen Alpen unter, wo er bis zu seiner Festnahme im März sämtliche Nächtigung- und Servicedienstleistungen schuldig blieb. Nun drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.
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