Menschenrechtler: Tote in Syrien bei Israel zugeschriebenem Angriff

Damaskus/Jerusalem (APA/dpa) - Bei einem Luftangriff in Syrien, für den Israel verantwortlich gemacht wird, sind Menschenrechtlern zufolge m...

Damaskus/Jerusalem (APA/dpa) - Bei einem Luftangriff in Syrien, für den Israel verantwortlich gemacht wird, sind Menschenrechtlern zufolge mindestens drei Menschen getötet worden. 23 weitere Personen seien bei Bombardements am Dienstag auf Stellungen der syrischen Regierung und ihres Verbündeten Iran im Westen des Landes verletzt worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch.

Die meisten Opfer seien Soldaten der syrischen Armee, hieß es.

Die syrische Flugabwehr hatte Staatsmedien zufolge israelische Raketen im Bürgerkriegsland abgefangen. Mehrere Geschosse seien unschädlich gemacht worden, bevor sie ein Ziel in der Provinz Hama treffen konnten, meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA am Dienstag. Rebellenkreise berichteten, Ziel des israelischen Angriffs sei ein Waffenlager der syrischen Armee und des Iran gewesen.

Von israelischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung. Die Armee teilte auf Anfrage nur mit, sie kommentiere keine ausländischen Medienberichte. Die Lage in der Region ist seit Wochen angespannt. Israel will eine militärische Etablierung seines Erzfeinds Iran im Nachbarland nicht dulden und greift deswegen immer wieder iranische Ziele in Syrien an.