EVP-Spitzenkandidatur - Vilimsky: Kein Fortschritt mit Weber

Brüssel (APA) - Der FPÖ-Delegationsleiter im EU-Parlament Harald Vilimsky sieht in der Kandidatur von Manfred Weber für den EVP-Spitzenkandi...

Brüssel (APA) - Der FPÖ-Delegationsleiter im EU-Parlament Harald Vilimsky sieht in der Kandidatur von Manfred Weber für den EVP-Spitzenkandidaten und damit wahrscheinlichen nächsten Kommissionspräsidenten „keinen Fortschritt“ gegenüber Amtsinhaber Jean-Claude Juncker. Weber wolle die EU weiter zentralisieren und der deutsche Einfluss würde zulasten der kleineren Staaten größer.

Vilimsky erklärte, „wir sehen damit, was die künftige politische Ausrichtung der Union angeht, keinen Fortschritt zum aktuellen Kommissionschef Juncker. Daher werden wir Webers Vorhaben, Kommissionschef zu werden, aus heutiger Sicht nicht unterstützen“.

Der grüne EU-Abgeordnete Michel Reimon sieht in Weber „nicht nur ein Liebkind der Autoindustrie, sondern auch einen Verteidiger und Freund vom Autokraten Orban“. Reimon meinte, „so jemand ist im Vorstand von VW besser aufgehoben und sollte nicht einmal als Spitzenkandidat angedacht werden. Der nächste Kommissionspräsident muss die Rechtsextremen und Autokraten stoppen und nicht anfreunden. Wenn Weber seinen zukünftigen Job ernst nimmt, so muss er eine klare Linie gegenüber Orbans Politik fahren. Sein Lackmustest wird die Abstimmung über den Ungarn-Bericht nächste Woche sein.“