Pompeo bemüht sich bei Pakistan um „Neustart“ der Beziehungen zu USA

Islamabad (APA/AFP) - US-Außenminister Mike Pompeo ist zu einem Besuch in Pakistan eingetroffen, um sich um einen „Neustart“ in den Beziehun...

Islamabad (APA/AFP) - US-Außenminister Mike Pompeo ist zu einem Besuch in Pakistan eingetroffen, um sich um einen „Neustart“ in den Beziehungen zu bemühen. Er reise deshalb schon kurz nach dem Amtsantritt des neuen Premierministers Imran Khan nach Pakistan, sagte Pompeo auf dem Flug nach Islamabad, wo er am Mittwoch landete.

Zwar gebe es in den Beziehungen zu Pakistan einige „Herausforderungen“. Die US-Regierung hoffe aber darauf, mit der neuen Regierung „Gemeinsamkeiten“ zu finden und einige der „Probleme“ anzugehen.

Erst am Samstag hatte das Pentagon angekündigt, Pakistan 300 Millionen Dollar (258 Millionen Euro) an Militärhilfe zu streichen, weil das Land aus Sicht der US-Regierung nicht entschieden genug gegen Extremisten vorgeht. „Wir drängen Pakistan weiter dazu, gegen sämtliche Terrorgruppen vorzugehen“, sagte Oberstleutnant Kone Faulkner.

Bereits im Jänner hatte das US-Außenministerium angekündigt, die Finanzhilfen für die pakistanischen Sicherheitsbehörden einzufrieren, da Islamabad nicht genug gegen islamistische Kämpfer unternehme. Dabei ging es um bis zu zwei Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) für den Atomstaat. In seiner ersten Twitter-Botschaft des Jahres hatte US-Präsident Donald Trump Pakistan vorgeworfen, „Terroristen“ Zuflucht zu gewähren.

Pakistan gibt an, bei dem Kampf gegen Extremismus seien bereits tausende Menschen getötet worden. Khans Kritiker werfen dem neuen Premierminister eine Nähe zu islamistischen Gruppen vor.