Deutscher Außenminister hofft auf Verbesserung der Türkei-Beziehungen
Ankara/Berlin (APA/Reuters) - Nach seinen Gesprächen mit der Regierung in Ankara setzt er deutsche Außenminister Heiko Maas auf eine Normali...
Ankara/Berlin (APA/Reuters) - Nach seinen Gesprächen mit der Regierung in Ankara setzt er deutsche Außenminister Heiko Maas auf eine Normalisierung im angespannten Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei. „Ich hoffe mal, dass das der Anfang gewesen ist. Der Anfang dafür, dass das, was in der Vergangenheit gewesen ist, wirklich auch der Vergangenheit angehört“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in der ARD.
„Dass wir in Zukunft die Probleme, die wir miteinander haben, offen miteinander besprechen, aber auch nach Lösungen suchen – und das konstruktiv.“ Maas hatte am Mittwoch seinen türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu und Präsident Recep Tayyip Erdogan getroffen. Maas sprach dabei auch das Thema von in der Türkei inhaftierten Deutschen an. Er wollte sich aber nicht näher zum Inhalt der Gespräche äußern.
Maas drang bei seinem Besuch der Türkei zudem auf eine diplomatische Lösung für die umkämpfte syrische Rebellenregion Idlib zum Schutz der Zivilbevölkerung. „Die Türkei wird morgen zusammen mit Russland und dem Iran ein Treffen haben, um darüber zur reden“, sagte Maas. „Deshalb haben wir die Türkei und die Vertreter der Türkei noch einmal ermuntert, dieses Treffen zu nutzen, auf die anderen einzuwirken, eben nicht mit großen Bombardements dieses humanitäre Desaster in Idlib anzurichten.“ Die Weltgemeinschaft könne dies nicht akzeptieren. Jetzt sei die Diplomatie gefragt.
Sollte es in der benachbarten syrischen Region Idlib zu Kämpfen an breiter Front kommen, sei Deutschland zur Verstärkung seines humanitären Engagements bereit, so Maas. Zum Abschluss des zweitägigen Maas-Besuchs in der Türkei stehen noch Treffen mit Wirtschaftsvertretern an. Der Wirtschaft des Landes am Bosporus macht eine schwere Währungskrise durch. Die Landeswährung Lira war zuletzt im freien Fall, die Inflation schnellte im August auf fast 18 Prozent nach oben, den höchsten Wert seit Ende 2003.
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