Angezeigter Lehrling - Staatsanwaltschaft bestätigt „Verwechslung“
Linz/Wels/Wien (APA) - Die Staatsanwaltschaft Wels hat der APA am Donnerstag „aufgrund eines Vorausberichts“ bestätigt, dass es sich im Fall...
Linz/Wels/Wien (APA) - Die Staatsanwaltschaft Wels hat der APA am Donnerstag „aufgrund eines Vorausberichts“ bestätigt, dass es sich im Fall des von der FPÖ angezeigten Facebook-Users nicht um jenen Lehrling handelt, mit dem sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen fotografieren hat lassen. Es habe sich „um eine Verwechslung gehandelt“, so Behördensprecherin Birgit Ahammer.
Details zu der Causa könne sie noch nicht berichten, so Ahammer. Nähere Informationen von der Staatsanwaltschaft werde es voraussichtlich am Freitag geben.
Das Bild des Asylwerbers war kürzlich durch die Medien gegangen, als der Mann von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Integrationslandesrat Rudi Anschober (Grüne) an seiner Lehrstelle in einem Supermarkt in Oberösterreich besucht worden war. Der Bundespräsident wollte damit ein Signal an die Bundesregierung setzen, eine humanitäre Lösung beim Aufenthalt von Asylwerbern in Lehre zu finden.
FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus hatte den Mann wegen einer möglichen Straftat im Internet dann von einigen Tagen angezeigt. Hinter der mutmaßlichen Straftat steht allerdings ein gänzlich anderes Facebook-Profil. Nebeneffekt des freiheitlichen Vorgehens: die Initiative „Ausbildung statt Abschiebung“ und der oberösterreichische Asylwerber in Lehre wurden in Misskredit gebracht.
~ WEB http://www.fpoe.at
http://www.gruene.at ~ APA244 2018-09-06/12:02
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