Europas Leitbörsen zu Mittag weiter uneinheitlich

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf weiter keine klare Tendenz gezeigt. Die Aussicht auf ...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf weiter keine klare Tendenz gezeigt. Die Aussicht auf weitere Handelshemmnisse im Streit zwischen den USA und China sowie unerwartet schwache Konjunkturdaten in Europa sorgten für eine verhaltene Börsenstimmung.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg 3,63 Einheiten oder 0,11 Prozent auf 3.319,25 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.30 Uhr mit 12.028,31 Punkten und minus 12,15 Einheiten oder 0,10 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London fiel um 10,44 Zähler oder 0,14 Prozent und steht nun bei 7.372,84 Stellen.

Bei den Konjunkturdaten setzte es in Deutschland einen klaren Dämpfer. Der Auftragsschwund in der deutschen Industrie hat sich zu Beginn der zweiten Jahreshälfte wegen der schwächelnden Auslandsnachfrage überraschend fortgesetzt. Das Neugeschäft schrumpfte im Juli um 0,9 Prozent zum Vormonat, wie das deutsche Wirtschaftsministerium mitteilte.

In Paris setzten sich Aktien von Safran nach starken Halbjahreszahlen mit mehr als plus 6 Prozent an die Spitze. Das französische Unternehmen hatte zuvor die Erwartungen für das Gesamtjahr erheblich nach oben geschraubt. In diesem Umfeld bauten auch Aktien des Branchenkollegen Airbus ein Plus von 1,46 Prozent.

Im Londoner „Footsie“ gab es Verluste bei den Bergbaukonzernen. BHP Billiton verloren mehr als 3 Prozent, Glencore und Antofagasta verloren je knapp ein Prozent.

Aktien der britischen Beteiligungsgesellschaft Melrose lagen mit über plus 6 Prozent an der Spitze im Leitindex FTSE-100. Das Unternehmen hatte heute Halbjahreszahlen veröffentlicht. Die Akquisition des Luftfahrtkonzerns GKN sorgte dabei für rote Zahlen in der Bilanz. Das Management äußerte sich jedoch optimistisch über den Zukauf.

Der britische Energieregulator „Ofgem“ hatte am Donnerstag eine geplante Preisbeschränkung für Gas- und Strompreise angekündigt. Von der Kostenbremse auf knapp 1.136 Pfund pro Jahr Energiekosten je Durchschnittsverbraucher sollen vor allem Privatkunden profitieren. Centrica-Papiere befanden sich dennoch im Aufwind mit einem Plus von 5,65 Prozent. Der Versorgerkonzern United Utilities konnte sich ebenfalls über ein Plus von 1,80 Prozent freuen.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA311 2018-09-06/13:39