LA: Zwei Kenia-Funktionäre vom Vorwurf der Erpressung freigesprochen
Monaco (APA/dpa) - Zwei ehemalige Leichtathletik-Funktionäre aus Kenia sind vom Vorwurf der Erpressung dopingbelasteter Sportler freigesproc...
Monaco (APA/dpa) - Zwei ehemalige Leichtathletik-Funktionäre aus Kenia sind vom Vorwurf der Erpressung dopingbelasteter Sportler freigesprochen worden. Die Vorwürfe gegen das frühere Weltverbandsmitglied David Okeyo und gegen Isaac Mwangi, den ehemaligen Geschäftsführer des Verbandes Athletics Kenya, reichten trotz „erheblicher Beweise“ nicht für eine Verurteilung aus.
„Obwohl die Vorwürfe gegen beide Beschuldigte in diesem Fall nicht nachgewiesen werden konnten, ist das Gremium angesichts einiger der Indizien in diesem Fall besorgt“, teilte der Ethikrat des Weltverbandes IAAF am Donnerstag mit. Vorausgegangen waren zweijährige Ermittlungen und mehrere Anhörungen.
Okeyo und Mwangi wurde vorgeworfen, Geld von Athleten erpresst zu haben. Als Gegenleistung wollten die Top-Funktionäre deren Dopingsperren reduzieren oder positive Tests vertuschen. Die Beweislage habe mit Blick auf die hohen Standards in den Regeln nicht ausgereicht, begründete der Ethikrat.
Okeyo war vor einer Woche bereits wegen Veruntreuung von Sponsorengeldern lebenslang gesperrt worden. Er wurde aus dem IAAF- Council ausgeschlossen und darf nie wieder ein Amt in der Leichtathletik übernehmen. Er habe große Summen zu seinem persönlichen Nutzen weitergeleitet und „damit ethische Regeln zehnmal über einen langen Zeitraum hinweg gebrochen“.
Okeyo wurde vorgeworfen, Geld des Sponsors Nike für Athletics Kenya von einem Bankkonto des Verbandes auf ein anderes überwiesen zu haben. Seit 2004 seien Summen von mehr als einer Million Dollar (rund 863.400 Euro) geflossen, die Okeyo und zwei andere beteiligte Personen jedoch nicht ausschließlich für sich selbst genutzt hätten.
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