Fußball: Israel bei Herzog-Teamchef-Debüt mit Rückkehrer Zahavi

Elbasan (APA) - Beim Debüt von Andreas Herzog als israelischer Teamchef wird am Freitag in Albanien (20.45) auch überraschend Torjäger Eran ...

Elbasan (APA) - Beim Debüt von Andreas Herzog als israelischer Teamchef wird am Freitag in Albanien (20.45) auch überraschend Torjäger Eran Zahavi dabei sein. Verbands-Sportdirektor Willibald Ruttensteiner habe den 2017 zurückgetreten Goalgetter in persönlichen Gesprächen von einem Comeback überzeugt. Für den Start in die Nations League hat Ruttensteiner trotz „sehr knapper“ Zeit ein „sehr gutes Gefühl“.

Es war 2017 in der WM-Qualifikation gegen Mazedonien (0:1), als Zahavi wutentbrannt seine Kapitänsschleife weggeworfen hatte. Er wurde suspendiert und sagte, bevor er zurücktrat: „Wir haben uns seit 40 Jahren für kein großes Turnier qualifiziert, und es sieht so aus, als würden wir es auch 40 weitere nicht tun.“

Das Tischtuch schien zerschnitten, doch nun soll der inzwischen 31-jährige wieder Teil der Nationalmannschaft sein und mithelfen, die aktuelle Nummer 93 der FIFA-Weltrangliste zur EM 2020 zu führen. „Als ich ihm Herzogs und meine Pläne für einen Neuaufbau der Nationalmannschaft mit professionellen Strukturen dargelegt habe, war er bereit, wieder für Israel zu spielen“, wird Ruttensteiner am Donnerstag in einer Presseaussendung zitiert.

Der Oberösterreicher lobte den Torschützenkönig der abgelaufenen chinesischen Super-League-Saison in höchsten Tönen. „Zahavi ist ein ganz feiner Fußballer mit einem unglaublichen Torinstinkt, der für uns den Unterschied ausmachen kann. Zahavi steht von der Qualität her zumindest auf einer Stufe mit dem Salzburger Munas Dabbur.“ Israelische Beobachter gehen davon aus, dass Herzog bereits in Albanien auf beide Stürmer setzen wird.

Für den Auftakt hat Ruttensteiner „ein sehr gutes Gefühl. Unsere ersten Sofortmaßnahmen in organisatorischer und sportlicher Hinsicht greifen, und ich spüre, dass ein neuer Teamgeist und Spirit entstehen. Die Zeit war zwar sehr knapp, aber ich bin positiv gestimmt, dass wir in Albanien bestehen können.“