Börsen Europas tendieren am Vormittag knapp behauptet

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Börsen tendieren am Freitagvormittag knapp behauptet. Gemischte Exportdaten aus Deutschland und d...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Börsen tendieren am Freitagvormittag knapp behauptet. Gemischte Exportdaten aus Deutschland und der internationale Handelskonflikt, den US-Präsident Donald Trump laut Wall Street Journal auf Japan auszuweiten erwägt, dürften Investoren weiter in ihrem Bann halten.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.30 Uhr mit minus 0,08 Prozent bei 3.293,16 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel um 0,07 Prozent auf 11.947,29 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit minus 0,16 Prozent auf 7.307,10 Punkte.

„Ab heute könnte der Handelsstreit zwischen den USA und China weiter eskalieren“, nahm Portfoliomanager Thomas Altmann Bezug auf eine abgelaufene Frist. „Wenn Donald Trump an der Zollschraube dreht, wird China unmittelbar zurückschlagen. Das Handelsthema ist und bleibt eines der großen Themen, das das globale Wachstum nachhaltig bremsen kann.“

Börsianer dürften zudem auf die jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA warten, die am Nachmittag anstehen. Besonderes Augenmerk legen Analysten der Helaba auf die Entwicklung des Stundenlohns, die in den letzten Monaten etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien.

Unter den Einzelwerten rückten die Aktien der British-Airways-Mutter IAG in den Fokus, die um 2,35 Prozent schwächer tendierten. Nach Angaben der Fluggesellschaft sind Daten von etwa 380 000 Kreditkarten gestohlen worden. Betroffen seien persönliche und finanzielle Details, nicht aber Pass- und Reisedaten, hatte die Airline am Vorabend in London mitgeteilt.

Titel der Deutschen Bank reduzierten sich indes um 0,96 Prozent. Händler verwiesen auf Spekulationen, dass der an dem Geldhaus beteiligte chinesische Mischkonzern HNA komplett aussteigen könnte. HNA ist noch mit rund 7,6 Prozent an dem DAX-Konzern beteiligt, ringt aber nach einer jahrelangen Einkaufstour in aller Welt mit Geldsorgen.

Die Anteilsscheine von Airbus legten um 0,65 Prozent zu und zeigten sich unbeeindruckt von einem Pressebericht. Das „Handelsblatt“ berichtet in seiner Online-Ausgabe, dass der Luftfahrt- und Rüstungskonzern den lange geplanten Verkauf der Werke seiner deutschen Tochter Premium Aerotec gestoppt habe. Die Tochter habe zu viele operative Probleme, hieß es unter Berufung auf Beteiligte.

Kering stiegen um 2,16 Prozent. Goldman Sachs hatte zuvor die Aktien des französischen Luxusunternehmens auf ihre Conviction List genommen. Für die Aktien des Branchenrivalen LVMH ging es dagegen nur leicht nach oben: plus 0,12 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA167 2018-09-07/10:48