Vorarlberger Suizidrate blieb 2017 stabil
Bregenz (APA) - Die Zahl der Selbsttötungen hat in Vorarlberg 2017 zwar auf 50 (2016: 42) zugenommen, die Autoren des jährlich erstellten Vo...
Bregenz (APA) - Die Zahl der Selbsttötungen hat in Vorarlberg 2017 zwar auf 50 (2016: 42) zugenommen, die Autoren des jährlich erstellten Vorarlberger Suizidberichts betonten am Freitag aber die positive Entwicklung in den vergangenen 30 Jahren. Bei der Suizidrate lag Vorarlberg im vergangenen Jahr mit 12,8 Suiziden pro 100.000 Einwohner erneut deutlich unter dem Österreich-Durchschnitt von 13,7.
Im Bundesländervergleich nahm das westlichste österreichische Bundesland laut Statistik Austria nach Wien (10,3) und dem Burgenland (12,0) die dritte Stelle ein. Im negativen Sinne angeführt wurde die Liste im Vorjahr von der Steiermark (17,6) und Kärnten (16,3).
Dass die Zahl der Suizide in Vorarlberg 2017 über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre lag, wollten die Studienautoren nicht überbewertet wissen. Bei statistisch „kleinen“ Zahlen wie in Vorarlberg seien Schwankungen von Jahr zu Jahr nur mit Vorsicht zu interpretieren. Aussagekräftiger sei da, dass sich die Zahl der Selbsttötungen in Österreich seit dem Höchststand 1986 (2.139 Suizide) auf 1.224 im Vorjahr beinahe halbiert habe, hieß es. Vorarlbergs „Höchststand“ war 1985 mit 81 Suiziden erreicht worden.
Der frühere Primar des Landeskrankenhauses Rankweil, Albert Lingg, begründete die positive Entwicklung der vergangenen 30 Jahre unter anderem mit der Enttabuisierung des Themas und der offensiveren Vorgangsweise, aber auch mit dem Ausbau der Behandlungs- und Beratungsstellen. Nichtsdestotrotz gelte es die suizidverhütenden Anstrengungen weiterzuführen und besorgniserregende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, betonte Lingg.
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