Oö.Kindergartengebühren 2 - Grüne und SPÖ empört
Linz (APA) - Mit Empörung haben Grüne und SPÖ in Oberösterreich auf das Evaluierungsergebnis reagiert. „Wenn am Nachmittag mehr als jedes ze...
Linz (APA) - Mit Empörung haben Grüne und SPÖ in Oberösterreich auf das Evaluierungsergebnis reagiert. „Wenn am Nachmittag mehr als jedes zehnte Kind abgemeldet wurde, ist der Schaden enorm“, erklärte der Grüne Familiensprecher Stefan Kaineder. Laut SPÖ-Landesrätin Birgit Gerstorfer habe sich die Situation für mehr als 3.000 Kinder und deren Eltern durch die „Schwarz-blauen Kindergartensteuern“ verschlechtert.
LAbg. Kaineder sprach von einer „verheerenden Entwicklung“ auch angesichts der Tatsache, dass die Arbeitswelt immer mehr Flexibilität erfordere. „Mit der Einführung von Elternbeiträgen am Nachmittag haben Landeshauptmann Stelzer und Landesrätin Haberlander eine Lawine an Abmeldungen ausgelöst.“ Es seien neue Probleme geschaffen worden, anstatt vorhandene Probleme zu lösen, kritisierte Kaineder. Er forderte eine „oberösterreichische Kindergartengarantie“. Jedes Kind, das jetzt einen Betreuungsplatz brauche, solle diesen auch wohnortnahe und in der gewohnt hohen Qualität bekommen, mit flexiblen Betreuungszeiten auch am Nachmittag.
Ins selbe Horn stieß Gerstorfer. Die Landesrätin bezeichnete die Ergebnisse „alarmierend“. Oberösterreich gehöre seit vielen Jahren zu den Schlusslichtern bei der Kinderbetreuung, nun habe sich die Situation für tausende Kinder und deren Eltern nochmals verschlechtert. „Hier zeigt sich einmal mehr, wie sehr ÖVP und FPÖ an den Interessen der Kinder, der Frauen und Familien sowie der Wirtschaft vorbeiregieren.“ Sie erwarte sich von ÖVP-Landesrätin Christine Haberlander am kommenden Montag eine „lückenlose Offenlegung“ aller Umfragedetails.
Kritik kam am Samstag auch von SPÖ-Familiensprecherin Birgit Sandler. Für weniger finanzstarke Familien werde der Zugang zur öffentlichen Kinderbetreuung durch die unsozialen Maßnahmen von ÖVP und FPÖ erschwert, so die Nationalratsabgeordnete. „Eine soziale, familienfreundliche Politik würde den Ausbau der Kinderbetreuungsangebote forcieren und ganz selbstverständlich allen Familien und allen Kindern den gleichen Zugang gewähren.“
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