Italiens Finanzminister: „EU-Regeln müssen respektiert werden“
Cernobbio/Rom (APA) - Angesichts der Sorge in Brüssel, Italien könnte seinen Verpflichtungen in Sachen Defizit- und Schuldenabbau nicht nach...
Cernobbio/Rom (APA) - Angesichts der Sorge in Brüssel, Italien könnte seinen Verpflichtungen in Sachen Defizit- und Schuldenabbau nicht nachkommen, signalisiert der italienische Finanz- und Wirtschaftsminister Giovanni Tria Dialogbereitschaft mit der EU-Kommission. „Die EU-Regeln müssen respektiert werden“, so Tria beim Wirtschaftsforum „Ambrosetti“ in Cernobbio am Comer See.
„Die Reformen, die die Regierung plant, müssen im Rahmen der Ressourcen durchgesetzt werden, die wir im Etat finden und im Rahmen unserer Vereinbarungen mit Brüssel“, sagte der Wirtschaftsminister.
Tria erklärte, er arbeite an einem Budgetentwurf, der bis Ende September vorgelegt werde. Der Haushaltsplan werde den Grundlinien entsprechen, die bereits von der Regierung vorgestellt worden seien. Damit bekräftigte Tria, dass Italien seine Bemühungen um einen Schuldenabbau fortsetzen werde.
Italiens Gesamtverschuldung ist mit rund 132 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung schon jetzt die zweithöchste der Eurozone nach jener des langjährigen Krisenstaates Griechenland. In Italien regiert seit Juni eine Koalition aus der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und der rechten Lega-Partei. Sie hat im Wahlkampf eine Abkehr vom Sparkurs versprochen.
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