Wohnhaus für Prostituierte in Lechaschau angemietet

Das Bordell am Urisee hat alle Hürden genommen und öffnet am 31. Ok- tober. Eine Direktzufahrt von der Umfahrung Reutte wird es nicht geben.

Während die Bauarbeiten am Bordell, z. B. für einen verstärkten Sichtschutz, laufen (siehe Bild im Artikel), hat das deutsche Betreiberpaar ein Wohnhaus für die Prosituierten an der Lechaschauer Hauptstraße gefunden.
© Helmut Mittermayr

Von Helmut Mittermayr

Reutte, Lechaschau –Nach vier Jahren geht das Beharrungsvermögen von Cornelia Füssinger und ihres Lebensgefährten ins Finale – am 31. Oktober sperrt das Bordell am Urisee auf. Ein paar Tage zuvor, am 27. Oktober, unternehmen die Bordellbetreiber einen ungewöhnlichen Schritt, sie suchen die Öffentlichkeit. In einem Tag der offenen Tür für die heimische Bevölkerung wollen sie die „Normalität“ des Ganzen zeigen. Das Gebäude kann besichtigt werden, Liebesarbeiterinnen werden keine anwesend sein.

Das Bordell, das unter „FKK & Saunaclub sechster Himmel“ firmiert, ist nur über die Zufahrt durch den Urisee­tunnel mit Pkw erreichbar. Laut den Betreibern wird die Straßenverwaltung den nahen Großparkplatz an der Umfahrung Reutte abzäunen, womit auch ein fußläufiger Direktzugang unterbrochen ist. Die Kundschaft kann aber vom Parkplatz der B179 ein kurzes Stück entlang der Straße geschützt durch eine Leitplanke „auf einer begehbaren Berme“, wie es Bauamtschef Wolfgang Haas ausdrückt, den Uriseeparkplatz erreichen – was jetzt schon viele zum Zwecke des Badens oder Wanderns tun. Wer hingegen von Deutschland mit dem Auto auf der Umfahrung anreist, kann vom gegenüberliegenden Parkplatz der B179 die Fußgängerunterführung zum Urisee nutzen. Dies ist laut Haas in Abstimmung mit der Gemeinde Reutte vereinbart.

Nach langer Suche, unzähligen Absagen und sogar Verhinderungskäufen (wie in Vils geschehen) sind die Bordellbetreiber nun auch in Sachen Unterbringung der Prostituierten fündig geworden. Sie mieten das ehemalige Bürogebäude der „Wildbach“ in Lechaschau. „Wir haben gestern den Mietvertrag unterzeichnet“, erklärt Füssinger. Mit dem Besitzer des ehemaligen Flüchtlingsheims Kreckelmoos in Breitenwang bestehe weiter guter Kontakt, aber Lechaschau sei der Ort der Unterbringung.

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