Viel Geld und Liebe für Schloss Trautson

Genau genommen handelt es sich um eine Burganlage. Ganz genau genommen um eine Burgruine. Aber Verein Burgruine Trautson klingt nicht so sch...

Burg Trautson, bevor sie im Zweiten Weltkrieg nahezu völlig zerstört wurde.
© Chronik Matrei

Genau genommen handelt es sich um eine Burganlage. Ganz genau genommen um eine Burgruine. Aber Verein Burgruine Trautson klingt nicht so schön wie „Schloss Trautson". Und im Volksmund ist ohnehin immer nur die Rede von Schloss Trautson. Vor eineinhalb Jahren hat sich der Verein Schloss Matrei-Trautson formiert, mit dem Ziel, den geschichtsträchtigen Ort zu revitalisieren. Hauptprojektträger sind die Gemeinden Matrei, Mühlbachl, Pfons, Planungsverband und Tourismusverband Wipptal sowie die Familie Auersperg-Trautson.

Die 1221 von Graf Albrecht III von Tirol in Mühlbachl errichtete Burganlage wurde im Zweiten Weltkrieg durch Fliegerbomben nahezu völlig zerstört — das eigentliche Ziel der Angriffe war die Brennerstraße. Lediglich das Kaplaneigebäude wurde unmittelbar nach dem Krieg wiederaufgebaut. Bis zur Vereinsgründung befand sich der Ort im Dornröschenschlaf. Seitdem geht es aber rund, an allen Ecken und Enden wird gearbeitet.

Alfons Rastner, Gertrud Tauber und Christian Papes (v.l.) vom Verein Schloss Trautson haben noch viel vor.
© Daum

Insgesamt werden bis zum Jahr 2025 drei Millionen Euro investiert — und ganz viel Liebe. Mühlbachls Vizebürgermeister Christian Papes und Architektin Gertrud Tauber vom Verein Schloss Trautson sind mit Herzblut und Engagement bei dem Revitalisierungsprojekt dabei. Neben der Sanierung des Bestands laufen derzeit die Planungen für einen neuen Komplex am Areal. Auf rund 300 Quadratmetern sollen neben einem öffentlichen Kaffeehaus auch Seminar- und Veranstaltungsräume entstehen. „Wir wollen eine ganzjährige Nutzung. So soll auch wieder etwas Geld hereinkommen", erklärt Papes, der auch einen touristischen Nutzen in der neuen Anlage sieht. Der Baustart erfolgt kommendes Jahr. Zudem soll im Jahr 2020 eine ca. 150 Meter lange Hängebrücke nach Pfons errichtet werden.

Am Tag des Denkmals am Sonntag, 30. September, finden erstmals Führungen (11, 14, 15 und 16 Uhr) zur Geschichte der Burg und den Räumlichkeiten statt. Die Kinder erwartet außerdem um 11 und 14 Uhr eine spannende Schatzsuche. (dd)

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