Gipfelkreuz der “Grüß Göttin“-Künstlerin Ursula Beiler am Schönjoch

Seit dem Wochenende steht am Schönjoch (2400 m) in Fiss ein neues Gipfelkreuz der Silzer Künstlerin Ursula Beiler.

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© Hauser

Von Markus Hauser

Fiss –Das Herstellen und Aufstellen von Gipfelkreuzen ist nicht nur in Tirol eine Männerdomäne. Darf man der Gipfelkreuzbroschüre von Pro Vita Alpina aus dem Jahr 2016 Glauben schenken, so sind der Großteil der Gipfelkreuze so genannte Heimkehrer-Kreuze. Zum Aufstellen von Kreuzen waren Frauen bestenfalls als Jodlerinnen geladen.

Dieser Männerdomäne mit einer weiblichen Komponente in Form eines Venussymbols zu begegnen, war geradezu eine Herausforderung für die Silzer Künstlerin Ursula Beiler, die mit ihrer „Grüß Göttin“-Tafel für internationales Aufsehen sorgte. Im Rahmen der Aktion „Kunst am Berg“ in Fiss realisierte Beiler ihr Gipfelkreuz in Form eines Sonnenkreuzes am Schönjoch auf 2400 m Seehöhe. Am vergangenen Wochenende wurde es dort aufgestellt.

Unter dem Titel „Der richtige Draht zum Himmel“ symbolisiert der Kreis das Leben, die Sonnenstrahlen dazu den Rosenkranz und die Monstranz. Die Idee für das Sonnenkreuz habe Beiler dem Ort und Logo der Bergbahnen entsprechend, drei Sonnen auf einem Berg sitzend, welche für die Skigebiete Fiss, Ladis und Serfaus stehen, entnommen. Apropos „Grüß Göttin“-Tafel. Trotz großen Einsatzes von Vizebürgermeisterin Christine Oppitz Plörer und der Kulturabteilung des Landes Tirol wartet die Tafel seit 2016 auf die Aufstellung. Ein dafür geeigneter Platz im öffentlichen Raum der Stadt Innsbruck wurde anscheinend noch immer nicht gefunden.


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