Kreisel mit Gebrauchsanleitung in Lienz
Am 27. November wird der Glocknerkreisverkehr eröffnet. Die Benützung ist nicht ohne.
Von Catharina Oblasser
Lienz, Nußdorf-Debant –Der Umbau des Kreisverkehrs an der Grenze von Lienz zu Nußdorf-Debant ist bald abgeschlossen. Der Spatenstich hat Mitte April stattgefunden, das Vorhaben kostet 1,3 Millionen Euro. Am 27. November soll der neue Glocknerkreisel offiziell eingeweiht werden.
Sobald der Kreisverkehr freigegeben ist, wird es ernst. Dann muss sich das zweispurige Konzept nämlich auch in der Praxis bewähren. „Der Kreisel funktioniert etwas anders, als man es sonst kennt“, erklärt Harald Haider, Leiter des Baubezirksamtes Lienz. „Man muss sich schon bei der Anfahrt richtig einreihen, je nachdem, wohin man will. Innerhalb des Kreisverkehrs darf die Spur nicht mehr gewechselt werden.“ Darin unterscheidet sich die Anlage von anderen Kreiseln, wie es sie etwa in Innsbruck gibt. Vergleichbar ist die Osttiroler Neuerung hingegen mit dem Kreisverkehr in Zell am See, der ähnlich funktioniert. Haider ist zuversichtlich: „Sobald die Beschilderung aufgestellt ist, dürfte es kein Problem sein, sich zurechtzufinden.“
Zur Sicherheit hat das Land eine „Gebrauchsanleitung“ für die Neuerung im Straßenverkehr an Osttirols Hauptachse herausgegeben. „Uns haben viele Anfragen zum neuen Kreisverkehr erreicht“, heißt es da. „Im Folgenden werden alle Einfahrten im Detail erklärt, damit Sie genau wissen, wie Sie den Kreisverkehr am besten meistern.“ Schaubilder mit verschiedenfarbigen Pfeilen sollen anschaulich machen, wo es langgeht. Unter www.tirol.gv.at/verkehr/baubezirksaemter/bba-lienz/bauvorhaben ist die Anleitung zu finden.
Der Glocknerkreisverkehr hat vier Ausfahrten, jedoch fünf Einfahrten, wenn man die Zufahrt vom Interspar-Areal einrechnet. Im Zuge des Umbaus ist die Abzweigung „Bürgerau“ dazugekommen, die Richtung Drau führt.
Ziel des Umbaus ist es, den Verkehr zu entflechten und zu beschleunigen. „Vor allem Richtung stadtauswärts, weil sich die Fahrzeuge schon vor dem Kreis Richtung Drautal oder Richtung Mölltal einordnen“, sagt Haider.
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