EU-Minister - Roter Teppich und einige Selfies ohne große Aufregung

Graz (APA) - Roter Teppich, viele Medien und das eine oder andere Selfie - das informelle Treffen der EU-Verkehrs- und Umweltminister in Gra...

Graz (APA) - Roter Teppich, viele Medien und das eine oder andere Selfie - das informelle Treffen der EU-Verkehrs- und Umweltminister in Graz begann unaufgeregt und offenbar für manche Passanten überraschend: Dutzende Polizisten sperrten das Gelände rund um den Grazer Congress ab und damit auch den Weg einiger Fußgänger. Aufregung wegen des erforderlichen Umweges gab es allerdings nicht.

Eine Lieferung mit Brötchen, die ein Passant an der Absperrung in den Händen hielt, dürfte wohl etwas später angekommen sein. Der Mann erkundigte sich bei den Beamten nach dem Grund der Sperrzone und zog dann weiter. Eine Seniorin wollte zum Magistrat und fragte die Polizisten nach einem alternativen Weg - für die Einsatzkräfte ging alles seinen gewohnten Lauf. „Wo müssen Sie denn hin?“, fragten sie die etwas verdutzt schauenden Fußgänger.

Sogar der Grazer Stadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP) hatte sich ein wenig überraschen lassen. Er gelangte nicht wie offenbar gewohnt mit dem Auto an seinen Arbeitsplatz und stand etwas ratlos vor der Absperrung. Wenig später hielt auch schon ein von Motorradpolizisten begleiteter Reisebus vor dem Congress: Teilnehmer des Treffens gingen zielsicher auf dem roten Teppich in das Gebäude. Sie wurden von Anrainern beobachtet, die ihre Köpfe aus Fenstern streckten, um die seltenen Szenen zu verfolgen.

Im Congress selbst wurde vor dem Eintreffen der Minister noch eifrig an den Vorbereitungen gearbeitet. Etliche Blumen und Kürbisse dienten als Dekoration. Eine Angestellte machte ein Selfie auf dem roten Teppich, den gerade noch eine Reinigungskraft säuberte. Kellnerinnen trugen silberne Tabletts, auf denen belegte Brötchen lagen, umher. Auf einer langen Tischreihe standen etliche Kaffeetassen, Mineralwasserflaschen und diverse Fruchtsäfte bereit.

In der für Journalisten eingerichteten Zone neben dem roten Teppich im ersten Stock verlegten Kameraleute noch Kabel und testeten Mikrofone. Kurz bevor Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) eintraf, fotografierte sich noch schnell ein Tonmann mit seinem Smartphone. Dann war auch schon Hofer da und kündigte an: „Wir werden uns heute intensiv mit der Abschaffung der Zeitumstellung beschäftigen.“