Innsbruck

Mehr Platz und soziale Kontakte für Hunde im Tierheim Mentlberg

© Domanig

Fast 500.000 Euro haben die neuen Hundegehege im Tierheim Mentlberg gekostet – ermöglicht wurde das vor allem durch eine großzügige Spenderin.

Von Michael Domanig

Innsbruck –Hier scheint die Formulierung „sich pudelwohl fühlen“ einmal wirklich angebracht: Bei der gestrigen Vorstellung der neuen Hundegehege im Innsbrucker Tierheim Mentlberg war unschwer zu erkennen, dass die vierbeinigen Bewohner sich bestens in ihrer neuen Umgebung eingewöhnt haben.

Die Sanierung und Umgestaltung der Gehege – die heuer und 2017 in zwei Bauabschnitten erfolgte – war laut Christoph Lauscher, Obmann des „Tierschutzvereins für Tirol 1881“, das größte Projekt der letzten vier Jahre. „Nun haben wir hoffentlich für lange Zeit eine geeignete Unterkunft für unsere Schützlinge.“ Die Kapazität sei insgesamt gleich geblieben, erklärt Kristin Müller, Geschäftsführerin des Tierschutzvereins, die insgesamt 19 neuen Gehege böten aber eine Reihe von Vorzügen: Vor allem werde die Gruppenhaltung erleichtert – und somit intensive soziale Kontakte der verträglichen Tiere untereinander. Durch Klappen lassen sich auch zwei bis drei Gehege miteinander verbinden. Zudem sei die ganze Anlage heller und freundlicher, es gebe mehr Grünfläche, auf der die Hunde toben können, dazu Klettermöglichkeiten, Reifen, Steine, Höhlen, „Aussichtsplattformen“ und mehr.

Insgesamt wurden in die Außenanlagen (Planung: Architekt Gerald Altenweisl) fast 500.000 Euro investiert. Möglich war dies durch die Unterstützung einer Großspenderin: Nelly C. Zogg-Troller, die seit ihrer Kindheit einen engen Bezug zu Hunden hat, stellte laut Lauscher den „weitaus überwiegenden Teil“ der zu 100 Prozent privat finanzierten Summe zur Verfügung. „Für mich war besonders wichtig, dass in jedem Gehege ein Bäumchen oder Strauch Platz findet“, sagt die Spenderin – auch aus Gründen der Beschattung.

Im Heim sind ständig um die 50 Hunde untergebracht. „Die Anzahl würde noch steigen“, meint Müller, doch ein weiterer Ausbau am Standort sei nicht möglich. „Wir können daher auch nicht alle Anfragen annehmen.“ Diese Entwicklung bestätigt Tierheimleiterin Simone Ostermünchner: „Saisonen so wie früher, wo wir im Winter teils nur 18 Hunde bei uns hatten, gibt es nicht mehr. Wir sind nun durchgehend ausgelastet.“