Ungarisches Wachstum verliert an Dynamik
Budapest (APA) - Das Wirtschaftswachstum soll sich im kommenden Jahr in Ungarn verlangsamen, während die Inflation weiter hoch bleibt. Das g...
Budapest (APA) - Das Wirtschaftswachstum soll sich im kommenden Jahr in Ungarn verlangsamen, während die Inflation weiter hoch bleibt. Das geht laut dem Wirtschaftsportal napi.hu aus der neuesten Prognose des renommierten ungarischen Wirtschaftsinstitutes GKI hervor. Die Forscher wiesen darauf hin, dass sich die Inflation in Ungarn seit sieben Monaten beschleunigt und derzeit bei 3,6 Prozent liegt.
In den weiteren Monaten heuer und kommendes Jahr soll es ähnlich weitergehen. Für 2019 rechnet man mit einer Inflationsrate von 3,5 Prozent. Der Grund dafür liegt unter anderem in der Schwäche der Nationalwährung, Forint, der von einem Kurs von 311 Forint für einen Euro im ersten Quartal heuer auf im Schnitt 324 Forint im dritten Quartal absackte. Für 2019 wird ein Kurs von 327 Forint vorhergesagt.
Die Lohnkosten sollen sich weiter um 7,0 Prozent erhöhen (2018: 12 Prozent), was wieder ein Grund für die Inflation ist. Die Steigerung der Lohnkosten und der Preise sei innerhalb der EU nur in Rumänien höher als in Ungarn.
Das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) soll 2019 von derzeit 4,2 Prozent auf 3,2 Prozent zurückgehen. Während die Dynamik der Industrieproduktion mit einer Steigerungsrate von 4,5 Prozent (2018: 4,0 Prozent) beibehalten werden kann, wird mit einem rückläufigen Zuwachstempo bei den Investitionen (Rückgang von 12,0 auf 5,0 Prozent) und im Einzelhandel (von 6,5 auf 4,0 Prozent) gerechnet.
Den Grund für die rückläufige Wachstumstendenz sehen die GKI-Forscher darin, dass die Finanzierung der Investitionen durch EU-Transfers abnimmt und der im Wahljahr 2018 geförderte Konsum der Bevölkerung moderater wird.
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