Unwetter - Zahlreiche Vermurungen und Windwurf-Schäden in Kärnten
Klagenfurt (APA) - Die heftigen Niederschläge und der Föhnsturm haben in Kärnten zahlreiche Vermurungen ausgelöst, dazu gibt es massiven Win...
Klagenfurt (APA) - Die heftigen Niederschläge und der Föhnsturm haben in Kärnten zahlreiche Vermurungen ausgelöst, dazu gibt es massiven Windwurf samt den damit einhergehenden Schäden, etwa bei der Stromversorgung. Im Bezirk Spittal waren am Vormittag insgesamt 17 Ortschaften im Drau- bzw. Mölltal nicht erreichbar. Bis zum Abend sollten die Niederschläge komplett aufgehört haben.
In Möderndorf im Gailtal musste in der Früh Zivilschutzalarm gegeben werden. Laut Norbert Sereinig von der Schutzwasserwirtschaft Kärnten drohten dort die Dämme zu brechen. Inzwischen konnten die Dämme abgedichtet werden, mit schwerem Gerät wurde versucht, eine Durchströmung zu verhindern. Bei der morgendlichen Sitzung des Krisenstabs in Klagenfurt wurde zudem beschlossen, dass von Hermagor flussabwärts sämtliche Dämme kontrolliert werden müssen.
Christian Stefan von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik prognostizierte bis Dienstagabend noch etwa zehn bis 20 Millimeter Niederschlag, bei Gewittern könnte es auch etwas mehr sein. Die vorhergesagten Windspitzen liegen mit 70 bis 80 km/h ebenfalls deutlich unter den Werten vom Montag. Bis zum Abend sollte auch die Windgefahr vorbei sein. Für Mittwoch ist trockenes Wetter angesagt, von Donnerstag auf Freitag rechnet Stefan wieder mit 20 bis 30 Liter Regen. Danach dürfte es einige niederschlagsfreie Tage geben.
Daraus resultiert eine generelle Entspannung der Hochwassersituation. Laut Johannes Moser vom hydrografischen Dienst wird durch die noch erwarteten Niederschläge kein größeres Ansteigen der Pegelstände an den Flüssen mehr erwartet. Am Vormittag war die Situation in Möllbrücke zwar noch gespannt, mit größeren Schäden rechnete man aber nicht mehr. In Lavamünd flossen weiterhin rund 1.450 Kubikmeter Wasser pro Sekunde die Drau hinab, vorerst bewährte sich die Pufferung der Wassermassen durch die vom Verbund vorsorglich abgelassenen Stauseen.
In den Bezirken Klagenfurt-Land und Völkermarkt wurden einzelne Sturmschäden und kleinräumige Überschwemmungen und Murenabgänge registriert. Insgesamt waren die Auswirkungen des Föhnsturms allerdings weit geringer als befürchtet.
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