Tod eines Griechen löst Spannungen zwischen Athen und Tirana aus
Athen (APA/dpa) - Der Tod eines Mitglieds der griechischen Minderheit in Albanien durch Schüsse der albanischen Polizei schürt Spannungen zw...
Athen (APA/dpa) - Der Tod eines Mitglieds der griechischen Minderheit in Albanien durch Schüsse der albanischen Polizei schürt Spannungen zwischen Athen und Tirana. Das 35-Jährige Opfer war nach einer Schießerei mit der albanischen Polizei im Dorf Vouliarates am 28. Oktober unter ungeklärten Umständen von Sicherheitsleuten getötet worden. In Südalbanien lebt eine kleine griechische Minderheit.
Das Opfer nahm an Feierlichkeiten zum griechischen Nationalfeiertag teil. Nach albanischen Polizeiangaben soll das Opfer mit einem Sturmgewehr in die Luft und auch auf die Beamten geschossen haben. Die Polizei habe ihn daraufhin erschossen, hieß es. Der albanische Regierungschef Edi Rama charakterisierte das Opfer als einen „Verrückten“, der unter „extremistischem Wahn“ stehend die Schüsse abgefeuert habe.
Das griechische Außenministerium hatte am Montag die albanische Botschafterin zu sich zitiert und forderte eine Klärung der Umstände des Todes des 35-Jährigen. Augenzeugen hatten griechischen Medien gesagt, das Opfer sei festgenommen und erst danach von der Polizei getötet worden. Die griechische Polizei untersuchte am Dienstag, ob eine Attacke mit Brandflaschen auf die Fassade eines albanischen Reisebüros im Zentrum Athens mit dem Todesfall verbunden sei, berichtete das griechische Staatsradio.
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