Osttirol

Matreier Liste fordert Kassasturz

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Die Opposition im Gemeinderat will Sanierung nur unter Auflagen zustimmen.

Matrei — Heute Abend um 20 Uhr versammeln sich die 17 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte im Matreier Rathaus. Das Thema der Sitzung ist heikel: Die Gemeinde braucht Geld „zur Wiederherstellung oder Aufrechterhaltung des Gleichgewichts im Haushalt". So steht es in der Tagesordnung.

Bürgermeister Andreas Köll ruft das Land um Hilfe in Form von Bedarfszuweisungen an. Denn die Gemeinde hat offene Zahlungsverpflichtungen in der Höhe von 3,6 Millionen Euro, die Summe der aushaftenden Darlehen beläuft sich auf rund 31 Millionen Euro. Der Antrag liegt beim Land, nun muss noch der Gemeinderat von Matrei darüber abstimmen.

Die oppositionelle Matreier Liste, die mit acht Mandataren knapp in der Minderheit ist, protestiert schon seit Jahr und Tag gegen die finanzielle Gebarung, die Kölls Bürgermeisterliste regelmäßig absegnet. Was den aktuellen Antrag auf Bedarfszuweisungen betrifft, stellt Listenführer Bernd Hradecky klar: „Die Matreier Liste kann diesem Antrag nur mit für uns wesentlichen Ergänzungen zustimmen. Wir fordern eine viel umfassendere Offenlegung der finanziellen Situation der Marktgemeinde Matrei."

Die Kontrollmaßnahmen des Landes, die mit dem Geldgeschenk an Matrei verknüpft sind, genügen Hradecky und seinem Team nicht. Die Missstände gebe es seit Jahren, und das Land hätte viel früher handeln müssen. Die Matreier Liste verlangt einen Kassasturz. (TT, co)