Vucic: Kosovo will am 28. November Armee gründen
Belgrad/Prishtina (Pristina) (APA) - Der Kosovo will nach Angaben des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic am 28. November, dem albanisch...
Belgrad/Prishtina (Pristina) (APA) - Der Kosovo will nach Angaben des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic am 28. November, dem albanischen Nationalfeiertag, seine bisherigen Sicherheitskräfte in Streitkräfte umwandeln. Dieser Schritt widerspräche der kosovarischen Verfassung, der UNO-Resolution 1244 und anderen Vereinbarungen, sagte Vucic am Dienstag.
Nach Deutung Belgrads sieht die UNO-Resolution vom Juni 1999 nur die Präsenz der internationalen Schutztruppe KFOR im Kosovo vor. Mit dem UNO-Beschluss waren die serbischen Sicherheitskräfte aus der damaligen südserbischen Provinz vertrieben worden.
Der serbische Präsident appellierte an die kosovarischen Serben, sich an der Bildung der Streitkräfte nicht zu beteiligen. Diese würden nur dazu führen, eines Tages auf Serben zu schießen, erläuterte Vucic bei einer Pressekonferenz in Belgrad.
Von 103 Angehörigen der Sicherheitskräfte serbischer Abstammung hätten in den vergangenen Monaten 71 ihren Job aufgegeben, nicht zuletzt durch den Druck, dem sie ausgesetzt worden seien.
Entsprechend der kosovarischen Verfassung muss die Bildung der Streitkräfte im Parlament mit einer Zweidrittelmehrheit beschlossen werden, wobei auch eine entsprechende Stimmenzahl der Minderheitenvertreter notwendig ist.
Kommentare