Insider: May gegen mehr Brexit-Hilfen für Firmen

London (APA/Reuters) - Die britische Regierung hat Wirtschaftskreisen zufolge eine besondere Unterstützung der heimischen Unternehmen wegen ...

London (APA/Reuters) - Die britische Regierung hat Wirtschaftskreisen zufolge eine besondere Unterstützung der heimischen Unternehmen wegen des geplanten Brexit abgelehnt. Das hätten Premierministerin Theresa May und Finanzminister Philip Hammond am Mittwoch bei einem Treffen mit hochrangigen Wirtschaftsvertretern deutlich gemacht, sagte ein Topmanager, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Die beiden reagierten demzufolge auf eine Anfrage eines Gesprächsteilnehmers, wegen der Unsicherheit im Vorfeld des für Ende März geplanten EU-Austritts mehr Finanzhilfen zu gewähren.

Nach Worten des Insiders entgegnete Hammond, dass man derzeit für Investitionen einen Topf voll Gold versprechen könnte, aber dies werde nichts nützen, weil niemand die Zukunft voraussagen könne. Mays Büro erklärte, die Premierministerin habe bei dem Treffen die eindeutige Botschaft formuliert, dass Großbritannien eine wirtschaftsfreundliche Politik machen werde.

Unterdessen widersprach das Brexit-Ministerium Spekulationen, wonach die Austrittsverhandlungen mit der EU bis zum 21. November abgeschlossen werden könnten. Auslöser war ein Schreiben von Ressortchef Dominic Raab an den Vorsitzenden des Brexit-Ausschusses des Parlaments, in dem dieser Termin genannt wurde. Ein Sprecher Raabs erklärte, es gebe keine Terminfestlegung zur Beendigung der Verhandlungen. Das genannte Datum sei lediglich der Terminvorschlag, den die Parlamentarier für eine Anhörung Raabs vor dem Ausschuss unterbreitet hätten. Außenminister Jeremy Hunt sagte, es sei möglich, dass die Fortschritte in den Brexit-Verhandlungen eine Vereinbarung bis zum 21. November erlaubten.