Mexiko ebnet den Weg für legalen Gebrauch von Marihuana
Mexiko-Stadt (APA/dpa) - Das Oberste Gericht in Mexiko hat ein komplettes Verbot von Marihuana für den Privatgebrauch für verfassungswidrig ...
Mexiko-Stadt (APA/dpa) - Das Oberste Gericht in Mexiko hat ein komplettes Verbot von Marihuana für den Privatgebrauch für verfassungswidrig erklärt und damit den Weg für eine legale Nutzung der Droge geebnet. Zwar legalisiert das Urteil vom Mittwoch (Ortszeit) den Gebrauch von Marihuana nicht. Die Entscheidung schaffte aber einen Präzedenzfall, dem zukünftige Urteile folgen müssen.
Die Richter hätten zwei Einwänden gegen das Verbot stattgegeben, so dass nun in fünf Fällen dessen Verfassungswidrigkeit festgestellt sei. Der Oberste Gerichtshof bestätigte das Recht aller Volljährigen, grundsätzlich „ohne jegliche Einmischung zu entscheiden, wie sie ihre Freizeit gestalten wollen“. Die Richter stellten jedoch klar, dass dieses Recht nicht absolut sei und gewisse Drogen reguliert werden müssten. Die Auswirkung von Marihuana rechtfertigten aber kein „völliges Verbot seiner Nutzung“.
In Mexiko ist der Gebrauch von Marihuana nicht gesetzlich verboten, wohl aber sein kommerzieller Anbau und Verkauf. Dadurch ist es nahezu unmöglich, die Droge legal zu bekommen. Der Kongress hatte aber im vergangenen Jahr die medizinische Nutzung der Droge legalisiert. Mit der Regierung des künftigen Präsidenten Andres Manuel Lopez Obrador ab Dezember könnte es zu einer Legalisierung Marihuanas kommen. Der Linkspolitiker sieht diese als sinnvoll, um den mächtigen Drogenkartellen den Markt zu entreißen.
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