Umfrage in Italien: Salvini populärer als Premier Conte
Rom (APA) - Der italienische Innenminister und Chef der rechten Lega, Matteo Salvini, erfreut sich offenbar großer Beliebtheit: Laut einer a...
Rom (APA) - Der italienische Innenminister und Chef der rechten Lega, Matteo Salvini, erfreut sich offenbar großer Beliebtheit: Laut einer am Freitag von der Tageszeitung „La Repubblica“ veröffentlichten Umfrage ist der Vizepremier mit 60 Prozent das populärste Regierungsmitglied. Er lag damit vor Premier Giuseppe Conte.
Der parteiunabhängige Regierungschef büßte im Oktober gegenüber dem Vormonat zwei Prozentpunkte ein und fiel von 61 auf 59 Prozent. Der zweite Vizepremier und Fünf-Sterne-Chef Luigi Di Maio musste sich laut der vom Meinungsforschungsinstitut Demos durchgeführten Umfrage mit 53 Prozent der Stimmen begnügen, vier Prozent weniger als im September. Fünf Monate nach ihrem Amtsantritt ist die Popularität der Regierung aus der rechten Lega und der Fünf-Sterne-Bewegung in Italien erstmals im Sinken. So fiel sie vom Rekordhoch von 62 Prozent im September auf 58 Prozent, was Experten zufolge auf die Turbulenzen rund um den Budgetplan zurückzuführen ist.
Der harte Kurs Salvinis in Sachen Migration und Finanzdefizit kommt bei der italienischen Wählerschaft weiterhin offenbar gut an. Salvinis Lega kommt laut der Demos-Umfrage auf 30 Prozent der Stimmen. Bei den Parlamentswahlen im März hatte die Lega 17,4 Prozent erreicht.
Die populistische Fünf-Sterne-Bewegung scheint unter der Konkurrenz des starken Bündnispartners Lega zu leiden. Sie müsste sich bei Neuwahlen mit 27,6 Prozent begnügen, nachdem sie bei der Parlamentswahl 32 Prozent erreicht hatte. Salvinis Lega schöpft aus dem Reservoir der konservativen Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi, die bei Neuwahlen laut der Umfrage 9,4 Prozent bekommen würde. Das liegt deutlich unter den 14 Prozent, die die Berlusconi-Partei bei den Parlamentswahlen am 4. März erobert hatte. Die Demokratische Partei (PD) würde laut Umfrage 16,5 Prozent der Stimmen erhalten. Das ist noch weniger als bei den Parlamentswahlen im März, als die Partei auf ein Tief von 18,7 Prozent gefallen war.
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