Doping: WADA-Chefermittler: Russland muss Labordaten herausgeben
München (APA/dpa) - Der Chefermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) erwartet bei weiteren Verstößen Russlands zügig erneute Sanktionen...
München (APA/dpa) - Der Chefermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) erwartet bei weiteren Verstößen Russlands zügig erneute Sanktionen. Chefermittler Günter Younger sagte in einem Interview der deutschen Zeitung „tz“ (Samstag-Ausgabe), die heftig kritisierte Rehabilitierung der russischen Anti-Doping-Agentur sei nötig gewesen, damit Russland mit den nun geltenden neuen Regeln konfrontiert werden könne.
Die Rehabilitierung gehe mit der Forderung einher, bis zum Ende des Jahres unter anderem Labordaten zu liefern. „Passiert dies nicht, gehe ich davon aus, dass sie schnell wieder gesperrt werden würden - nach den neuen Regularien“, sagte Younger. Er forderte den Zugang zu den Originaldaten des Moskauer Labors. „Wir sprechen dabei von etwa 9.000 Proben, die wir genauer anschauen wollen. Das bedeutet aber nicht, dass wir auch so viele Fälle haben“, erklärte er.
Erst am Donnerstag hatte WADA-Präsident Craig Reedie die Kritik an seiner Organisation als unfair zurückgewiesen. Die Entscheidung, Russland unter strengen Auflagen wieder zuzulassen, sei die richtige für einen sauberen Sport gewesen. Gesperrte russische Athleten blieben auch weiterhin gesperrt.
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