Banken-Stresstest 2018 - EBA: Europas Banken besser als vor der Krise

London/Frankfurt/Wien (APA/AFP/dpa) - Die europäischen Banken sind im Allgemeinen besser für eine neue Wirtschafts- und Finanzkrise gerüstet...

London/Frankfurt/Wien (APA/AFP/dpa) - Die europäischen Banken sind im Allgemeinen besser für eine neue Wirtschafts- und Finanzkrise gerüstet als noch vor einigen Jahren. Das geht aus dem jüngsten Stresstest der Europäischen Banken-Aufsichtsbehörde EBA hervor, der am Freitag in London veröffentlicht wurde.

Dabei wurden getestet, wie stark das Eigenkapital der Banken innerhalb von drei Jahren schrumpft, wenn die Konjunktur einbricht, die Arbeitslosenzahlen steigen und die Immobilienpreise in den Keller gehen.

Die Kapitalpuffer der deutschen Banken schrumpften im Stressszenario im Vergleich zu den Instituten aus anderen Ländern deutlich. Ähnliches gilt für britische Banken. Das liege vor allem an der geringen Profitabilität sagte EBA-Statistik-Direktor Mario Quagliariello bei der Vorstellung der Zahlen am Freitag.

Unter den Instituten mit dem schlechtesten Ranking sind demnach die Deutsche Bank und mehrere Landesbanken, aus Großbritannien die Lloyds Banking Gruppe, die Barclays Bank und die Royal Bank of Scotland.

Am schwächsten schnitt unter den deutschen Geldhäusern die NordLB ab, sie kann im schlimmsten Fall nur noch mit einer Kapitaldecke von etwas über 7 Prozent rechnen. Die Deutsche Bank schneidet mit 8,14 Prozent etwas besser ab. Die Commerzbank hätte noch 9,93 Prozent ihres Eigenkapitals zur Verfügung.

Untersucht wurden in dem EBA-Test 48 Banken aus 15 europäischen Staaten. Darunter sind 8 deutsche Institute, die alle direkt von der EZB beaufsichtigt werden: Neben der Deutschen Bank und der Commerzbank, sind das die DZ Bank als Spitzeninstitut des genossenschaftlichen Sektors, die 4 führenden Landesbanken LBBW, BayernLB, Helaba und NordLB sowie das staatliche Förderinstitut NRW.Bank.

~ WEB http://www.ecb.int ~ APA425 2018-11-02/18:22