Migranten-Gruppe setzt Weg durch Mexiko fort

Washington (APA/dpa) - Eine Migranten-Gruppe aus Mittelamerika hat trotz einer Nacht im Regen ihren Weg durch Mexiko in Richtung der USA for...

Washington (APA/dpa) - Eine Migranten-Gruppe aus Mittelamerika hat trotz einer Nacht im Regen ihren Weg durch Mexiko in Richtung der USA fortgesetzt. Die Menschen waren am Freitag in der Früh im Ort Matias Romero im Bundesstaat Oaxaca aufgebrochen. Im Laufe des Tages sollten sie den 46 Kilometer entfernten Ort Donaji erreichen. Von dort sind es nur noch wenige Kilometer bis zur Grenze zum Bundesstaat Veracruz.

Nach Angaben der mexikanischen Organisation für Migranten-Rechte „Pueblo Sin Fronteras“ zwang in der Nacht zum Freitag ein schwerer Regen die Migranten, ihren Schlafplatz - ein Park im Zentrum von Matias Romero - zu verlassen. Viele suchten nach einem überdachten Unterschlupf in den umliegenden Straßen. Die Gruppe war vor zwei Wochen in Honduras losgelaufen, zurzeit befinden sie sich noch etwa 1300 Kilometer Luftlinie von der Grenze zu den USA entfernt.

Die nächste Etappe der nach Schätzungen zwischen 3500 und 5000 Menschen ist der Bundesstaat Veracruz. Dieser gilt besonders für die oft schutzlosen Migranten als gefährlich. Dort liefern sich verfeindete Drogenbanden regelmäßig bewaffnete Auseinandersetzungen. Die Menschen aus Mittelamerika sind für sie ein leichtes Ziel für Überfälle oder auch Entführungen.

US-Präsident Donald Trump sieht die Migranten aus Mittelamerika als Bedrohung für sein Land und hat angekündigt, bis zu 15.000 Soldaten an die Südgrenze zu Mexiko zu schicken. Trump hat den Marsch der Migranten zum Wahlkampfthema vor den Kongresswahlen am 6. November gemacht.