US-Börsen drehen im Verlauf in die Verlustzone
New York (APA) - Die New Yorker Aktienbörsen haben am Freitag im Verlauf in die Verlustzone gedreht. Während anfangs die abbauenden Spannung...
New York (APA) - Die New Yorker Aktienbörsen haben am Freitag im Verlauf in die Verlustzone gedreht. Während anfangs die abbauenden Spannungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China die Märkte gestützt hatten, überwogen letzten Endes negativ aufgefasste Zahlen und der Ausblick auf steigende Zinsen.
Gegen 19.10 Uhr notierte der Dow Jones mit einem Minus von 1,13 Prozent bei 25.093,00 Punkten. Der S&P-500 Index verlor 1,25 Prozent auf 2.706,03 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gab um 1,55 Prozent auf 7.319,12 Einheiten nach.
Zuerst wurde am Markt spekuliert, dass US-Präsident Donald Trump zum Treffen der G20-Staaten Ende November ein Abkommen mit Chinas Präsidenten Xi Jinping abschließen könnte. Diesbezügliche Äußerungen von Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow gegenüber dem Finanzsender CNBC stimmten Anleger am späten Nachmittag dann aber wieder skeptisch - genauso wie die ohnehin wankelmütige Art des US-Präsidenten.
Auch ein als robust gewerteter US-Arbeitsmarktbericht lieferte eher negative Impulse für den Aktienmarkt, weil er Experten zufolge die Aussicht auf weitere graduelle Leitzinserhöhungen seitens der US-Notenbank Fed untermauert. Die US-Notenbank Fed habe derzeit keinen Grund, die Zinserhöhungen zu stoppen, kommentierte etwa die BayernLB. Steigende Zinsen zehren im Regelfall an der Attraktivität von Aktien.
Zudem enttäuschte unter den Einzelwerten der Apple-Konzern mit seiner Umsatzprognose für das wichtige Weihnachtsgeschäft. Die Aktien des Industriegiganten rutschten um mehr als sieben Prozent ab, woraufhin auch das Umfeld deutlich nach unten zog. Für Unsicherheit sorgte außerdem, dass der Konzern für seine Produkte wie das iPhone keine Absatzzahlen mehr veröffentlichen will
Ein weiterer großer Verlierer waren die Aktien des Lebensmittelkonzerns Kraft Heinz, die wegen einer enttäuschenden Gewinnentwicklung im dritten Quartal um 9,7 Prozent abrutschten. Um 9,1 Prozent nach oben ging es dagegen bei Starbucks. Die Kaffeehauskette überraschte den Markt mit der Umsatzentwicklung am US-Heimatmarkt positiv.
Die klaren Kursgewinne, die im Ölsektor ExxonMobil eingefahren hatte, wurden indes abgegeben: Die Aktien mit dem Börsenkürzel „XOM“ notierten zuletzt bei minus 0,1 Prozent. Chevron hielten sich dagegen in der Gewinnzone: plus 1,9 Prozent. Höhere Ölpreise hätten im Sommerquartal die Gewinne der beiden Ölriesen sprudeln lassen, war zuletzt bekannt geworden.
Die in New York gelistete chinesische Online-Handelsplattform Alibaba hat trotz deutlicher Zuwächse in den vergangenen Monaten die Umsatzprognose für das noch bis Ende März 2019 laufende Finanzjahr gekappt. Alibaba rechnet nun mit Erlösen von 375 bis 383 Milliarden Yuan, das liegt um bis zu sechs Prozent unter der bisherigen Vorhersage. An der Börse waren Investoren zurückhaltend - die Aktie verlor mehr als zwei Prozent.
~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA452 2018-11-02/19:21
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