Neofaschisten demonstrieren in Triest - Scharfe Sicherheitsmaßnahmen
Triest/Rom (APA) - Scharfe Sicherheitsvorkehrungen sind am Samstagnachmittag in Triest wegen zweier Demonstrationen getroffen worden, die ze...
Triest/Rom (APA) - Scharfe Sicherheitsvorkehrungen sind am Samstagnachmittag in Triest wegen zweier Demonstrationen getroffen worden, die zeitgleich im Stadtzentrum stattfanden. Rund 2000 Personen beteiligten sich an einer Demonstration der rechtsextremen Organisation Casa Pound. Die Aktivisten veranstalteten einen Fackelzug, der vor einer Ansprache von Parteichef Simone Di Stefano stattfand.
Zeitgleich demonstrierten circa 5000 antifaschistische Aktivisten sowie Anhänger der Partisanenvereinigung ANPI und des Gewerkschaftsverbands CGIL in der Stadt, berichteten lokale Medien. Hunderte Sicherheitskräfte waren im Einsatz, um Zusammenstöße zu verhindern. Aus Angst vor Krawallen schlossen einige Geschäftsleute ihre Lokale. Die beiden Demonstrationen verliefen schließlich friedlich.
Am 4. November wird in Italien der Tag der Streitkräfte begangen, der während des Faschismus „Jahrestag des Sieges“ hieß, im Andenken an den Sieg Italiens am Ende des Ersten Weltkriegs. Der 4. November war im Jahre 1977 in Italien als Feiertag abgeschafft worden.
Die Anfang des Jahrhunderts gegründete neofaschistische Gruppe Casa Pound bezieht sich auf den US-Schriftsteller Ezra Pound (1885-1972), einen Anhänger des italienischen Diktators Benito Mussolini.
Kommentare