AK: Mit kräftigen Ansagen in die Wahl

Widerstand zur Pflicht erklären: Das will Helmut Deutinger, seines Zeichens erneut Spitzenkandidat der Grünen für die Arbeiterkammerwahlen i...

Evi Kofler und Josef Stingl gehen für die "Gewerkschaftliche Linke" ins AK-Rennen
© Mitterwachauer

Widerstand zur Pflicht erklären: Das will Helmut Deutinger, seines Zeichens erneut Spitzenkandidat der Grünen für die Arbeiterkammerwahlen im kommenden Februar, angesichts der aktuellen Bundesregierung: „2018 wird als arbeitnehmerfeindliches Jahr in die Geschichte eingehen.“ Schwarz-Blau sei nicht nur beim 12-Stunden-Tag über die Bevölkerung „drübergefahren“, sondern habe auch „die funktionierende Sozialpartnerschaft aufgekündigt“, wettert Deutinger, der als Betriebsrat bei der Lebenshilfe tätig ist. Den schwarzen AK-Boss Erwin Zangerl nimmt Deutinger kräftig in die Pflicht: „Seinen scharfen Worten sind nie Taten gefolgt. Am Ende sitzt Zangerl mit Kurz im gleichen Boot.“ Inhaltlich fordert Deutinger einen Mindestlohn von 1700 Euro, eine generelle Arbeitszeitverkürzung sowie die sechste Urlaubswoche. Ziel der Grünen ist, zumindest die sechs Mandate und den 2014 gewonnenen Sitz im AK-Vorstand zu halten.

Nicht ganz unähnlich den grünen sind auch die Forderungen der „Gewerkschaftlichen Linke“, die bei der AK-Wahl mit Spitzenkandidatin Evi Kofler und – ebenso wie Deutinger kein Unbekannter – Josef Stingl antreten werden. Möglich macht dies der gemeinsame Antritt der Alternativen Liste Innsbruck (ALI) unter Gemeinderat Mesut Onay, des gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB) sowie einer Gruppe unabhängiger Einzelpersonen, der gestern offiziell verkündet wurde. Auch Kofler und Stingl fordern einen wertgesicherten 1700-Euro-Mindestlohn, eine Arbeitszeitverkürzung sowie eine bessere Work-Life-Balance. Erklärter Gegner seien die Freiheitlichen, aber auch Zangerl, der, wie Stingl sagt, zwar regelmäßig gegen Wien poltere, letztlich aber ein Schwarzer bleibe. Ziel sind zwei Mandate.

Eine Absage an die Forderung von Nationalrat Gerald Hauser (FP), künftig im Privatzimmervermietungsgesetz die Grenze von zehn auf 15 Betten anzuheben, erteilt der Obmann der Tiroler Hotellerie, LA Mario Gerber (VP). Werde die derzeitige Grenze von zehn überschritten, „ fallen diese Betriebe klar in den gewerblichen Bereich – mit allen Pflichten und Rechten“.

Den Landespreis für Wissenschaft überreichte gestern Bildungs-LR Beate Palfrader dem Linguisten Martin Korenjak. Er ist an der Uni Innsbruck tätig und leitet eine Forschungsgruppe am Ludwig-Boltzmann-Institut für Neulateinische Studien. Der Preis ist mit 14.000 € dotiert. (mami, TT)

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Preisträger Martin Korenjak (r.) mit Landesrätin Beate Palfrader und Professor Florian Schaffenrath.
© Land Tirol

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