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Signa-Gruppe steigt via Funke bei „Krone“ und „Kurier“ ein

Die Signa Holding schnuppert Medienluft und steigt über die Funke-Gruppe bei Krone und Kurier ein. Die Zusammenarbeit soll „nach Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden“ starten.

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Rene Benko.
© APA/HANS KLAUS TECHT

Wien – Rene Benkos Signa Holding schnuppert Medienluft und steigt dafür gleich bei Kronen Zeitung und Kurier ein. Dies geschieht über eine 49-prozentige Beteiligung an der WAZ Ausland Holding GmbH. Über diese hält die deutsche Funke-Gruppe 50 Prozent an der Krone und fast die Hälfte am Kurier. Der Deal wurde am Montag per Aussendung bekanntgegeben.

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Die Zusammenarbeit starte „nach Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden“. Signa hielte dann durchgerechnet 24,22 Prozent am Kurier und 24,5 Prozent an der Krone. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Benko will „Multichannel-Anbieter“ sein

Benko begründete seinen Einstieg mit seiner Strategie, „einer der führenden Multichannel-Anbieter in Europa zu werden“. Es handelt sich um sein erstes Medieninvestment. Funke-Geschäftsführer Michael Wüller sah in Signa einen „starken Partner für unsere verlegerischen Aktivitäten in Österreich“.

Beide strichen in der gemeinsamen Aussendung die Herausforderung für die Branche durch die Digitalisierung hervor. Diese löse „die Grenzen zwischen traditionellen Geschäftsmodellen auf“, erklärte Benko. Sein Know-how „in der Transformation starker Marken“ werde er in die Partnerschaft einbringen.

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Die Funke-Gruppe ist seit 1987 bei der Kronen Zeitung an Bord, seit 1988 beim Kurier – damals firmierte der Konzern noch als Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). Die Fifty-Fifty-Konstellation beim mächtigen Kleinformat ist nicht unproblematisch. Seit Jahren schwelt ein Gesellschafterkonflikt, der immer wieder vor Schiedsgerichten endet. Gerüchte über einen Verkauf der Funke-Anteile machen regelmäßig die Runde. In diesem unharmonischen Gleichgewicht könnte der Signa-Deal eine neue Dynamik schaffen.

Auffällig ist dabei auch, dass er publik wird, kurz nachdem das Erbe von Krone-Gründer Hans Dichand geregelt wurde – acht Jahre nach seinem Tod. Seit Ende September halten Helga Dichand und ihre drei Kinder Michael, Johanna und Christoph den 50-Prozent-Anteil Dichands an der Krone zu gleichen Teilen, somit zu je 12,5 Prozent.

Originelles Detail am Rande: Benko legt derzeit ein Faible für Investments in Wien-Heiligenstadt an den Tag. Zuletzt erwarb er den „APA-Turm“ in der Gunoldstraße im 19. Bezirk – direkt gegenüber von der Kronen Zeitung mit der Adresse Muthgasse 2. Und auch der Kurier logiert seit 2014 in der unmittelbaren Nachbarschaft. (APA)


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