Irans Vizepräsident warnt vor „Aufruhr“ bei Scheitern des Atom-Deals
Brüssel (APA/dpa) - Der iranische Vizepräsident Ali Akbar Salehi hat der Europäischen Union für den Einsatz zur Rettung des Atomabkommens vo...
Brüssel (APA/dpa) - Der iranische Vizepräsident Ali Akbar Salehi hat der Europäischen Union für den Einsatz zur Rettung des Atomabkommens von 2015 gedankt und eindringlich vor einem Scheitern der Vereinbarung gewarnt. „Wenn es zusammenbricht, Gott bewahre, wird sich die Lage ändern und alles wird in Aufruhr sein“, sagte Salehi, der auch Chef der iranischen Atombehörde ist, am Montag in Brüssel.
Die EU strenge sich an, das Atomabkommen trotz des Rückzugs der USA am Leben zu erhalten. „Sie sind dabei, die Versprechen zu erfüllen, die sie gegeben haben“, sagte Salehi. Noch im September hatte er die EU aufgefordert, mehr zu tun. Jetzt mahnte Salehi: „Es ist ein Kampf, den wir gewinnen müssen, weil wir es uns nicht leisten können, diesen Kampf zu verlieren.“ Das Atomabkommen sei nicht ideal, aber der bestmögliche Deal.
Mit dem Abkommen von 2015 soll der Iran an der Entwicklung von Atomwaffen gehindert werden. Das Land hatte damals unter anderem Beschränkungen und Kontrollen seiner Urananreicherung zugestimmt - im Gegenzug wurden internationale Wirtschaftssanktionen zurückgenommen. US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen aufgekündigt und Anfang November neue Sanktionen gegen den Iran in Kraft gesetzt. Auch europäische Unternehmen sind von Strafmaßnahmen bedroht, wenn sie weiter Geschäfte mit dem Iran machen.