Montenegro: Putschverdächtige fand Zuflucht in Serbiens Botschaft

Podgorica/Belgrad (APA) - Serbien hat einer Frau, die wegen des Putschversuchs in Montenegro vor zwei Jahren angeklagt ist, Zuflucht in sein...

Podgorica/Belgrad (APA) - Serbien hat einer Frau, die wegen des Putschversuchs in Montenegro vor zwei Jahren angeklagt ist, Zuflucht in seiner Botschaft in Podgorica gewährt. Dies bestätigte der serbische Botschafter in der montenegrinischen Hauptstadt, Zoran Bingulac, am Montag. Er habe das Außenministerium Montenegros informiert, dass Serbien in einigen Tagen offiziell Stellung nehmen werde.

Branka M. hatte Medienberichten zufolge am Freitag die Gerichtsverhandlung verlassen, nachdem sie sich über die Behandlung durch das Justizpersonal beklagt hatte. Sie gab auch an, dass sie nicht mehr an den Verhandlungen teilnehmen werde. Das Gericht ordnete daraufhin eine Verhaftung der Frau an, die sich aber offenbar schon in der serbischen Botschaft befand.

Insgesamt 14 Personen, darunter zwei russische Geheimdienstmitarbeiter, müssen sich wegen des Vorwurfs verantworten, in der Nacht nach den Parlamentswahlen in Montenegro am 16. Oktober 2016 eine Besetzung des Parlaments und die Ermordung des damaligen Ministerpräsidenten Milo Djukanovic geplant zu haben. Vereitelt wurde der Putschversuch durch die Festnahme einer Gruppe Serben, zu der auch Branka M. gehörte, am Vorabend der Wahlen.